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Nachrichten 2015

Angesichts der anhaltenden Flüchtlingsströme im Mittelmeerraum haben verschiedene internationale Organisationen drei Leitfäden zur Rettung von Flüchtlingen auf See herausgegeben:

1. Rescue at Sea
Der 16-seitige Leitfaden gibt einen kurzen Überblick über die rechtlichen Verpflichtungen bei der Rettung von Flüchtlingen sowie praktische Hinweise für Kapitäne, Reedereien und Seenotleitstellen.

2. Large Scale Rescue Operations at Sea
Auf 28 Seiten enthält dieser Leitfaden praktische Hinweise für die Rettung großer Flüchtlingsgruppen von einem Seeschiff aus. Eine Checkliste für Reedereien und Kapitäne und farbige Sicherheitshinweise zum Aushängen an Bord unterstützt Schiffsbesatzungen bei der Rettung von Flüchtlingen und ihrer Versorgung an Bord.

3. Recovery of persons from the water
Der 6-seitige Leitfaden hilft vor allem Reedereien, geeignete Maßnahmen für das An-Bord-Nehmen von Flüchtlingen zu entwickeln. Er enthält unter anderem praktische Hinweise für die notwendige Ausrüstung.

Speziell für die deutsche Flagge steht für Besatzungsmitglieder, die das Ertrinken von Schiffbrüchigen oder Flüchtlingen mitansehen mussten, Hilfe bereit: Die „Trauma-Lotsen“ der Berufsgenossenschaft kümmern sich um Seeleute mit seelischem Schock.

Medizinische Ausstattung

Die deutsche Flagge hat ihre Vorgaben zur medizinischen Ausstattung auf Handelsschiffen aktualisiert. Der "Stand der neuen medizinschen Erkenntnisse" enthält neben den Ausstattungsverzeichnissen auch praktische Hinweise zur Aufbewahrung von Medikamenten und Medizinprodukten an Bord. Die Reeder müssen die Änderungen erst bei der nächsten jährlichen Überprüfung der medizinischen Ausstattung umsetzen.

Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie in der Rubrik "Maritime Medizin".

OFFSHORE-SERVICE-FAHRZEUGE

Ab sofort gilt der neue deutsche "Code für Offshore-Servicefahrzeuge". Damit gibt es verbindliche Bau- und Ausrüstungs-Standards für Hochgeschwindigkeits-Offshore-Servicefahrzeuge in der Inlandsfahrt unter deutscher Flagge. Auf diesen Schiffen dürfen einschließlich der Besatzungsmitglieder insgesamt bis zu 60 Personen mitfahren. Damit wird die Beförderung von speziell ausgebildetem Offshore-Servicepersonal zu den Offshore-Windparks vor der Küste erleichtert.

Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie in der Rubrik "Schiffsarten".