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Nachrichten 2017

Feuer an Bord eines Schiffes ist der Albtraum eines jeden Seemanns. Gute Vorbereitung für den Ernstfall ist daher umso wichtiger. Die BG Verkehr lädt am 26. Oktober 2017 in Hamburg zur Konferenz „Ladungsbrände auf See“ ein.

Immer wieder kommt es zu Bränden an Bord von Seeschiffen. Häufig ist die Fracht in den Containern unzureichend deklariert und wird dann falsch gelagert. Bricht dann ein Feuer auf Hoher See aus, stehen die betroffenen Seeleute vor besonders großen Herausforderungen. Nur wenn ein Brand frühzeitig erkannt wird, haben qualifizierte Seeleute eine Chance, das Feuer unter Kontrolle zu bringen.

Sind die Vorkehrungen gemäß den aktuellen Standards ausreichend? Gibt es Verbesserungspotential bei der Brandvermeidung und Brandbekämpfung durch Reeder und Besatzung? Unter dieser Fragestellung startet die Branchenkonferenz mit kurzen Referaten zur Problematik. Anschließend vertiefen die Teilnehmer die Themen in zwei Workshops zu den Themen „Brandvermeidung“ und „Brandbekämpfung“.

Ziel der Konferenz ist der Informationsaustausch von Reedern, Seeleuten, Sicherheitsfachleuten und Sachverständigen. Die Konferenz findet in der Hauptverwaltung der BG Verkehr in Hamburg-Ottensen statt. Die Konferenzsprache ist deutsch. Die Teilnahme ist kostenlos. Bitte melden Sie sich zu der Veranstaltung an.

Weitere Informationen und das Anmeldeformular zur Konferenz finden Sie auf der Website der BG Verkehr.

Der Jurist Kai Krüger (49) hat die Leitung der Dienststelle Schiffssicherheit der BG Verkehr übernommen. Er ist Nachfolger von Ulrich Schmidt, der überraschend am 22. Dezember 2016 verstarb. Krüger hatte bereits im Februar die kommissarische Leitung der Dienststelle übernommen.

Kai Krüger stammt gebürtig aus der Lüneburger Heide. Er begann seine berufliche Laufbahn in Berlin mit einer Ausbildung bei der früheren Bundesversicherungsanstalt für Angestellte. Anschließend war er vier Jahre bei der Bau-Berufsgenossenschaft in Hannover tätig. Nach einem Studium der Rechtswissenschaften in Hannover begann er 2003 in Hamburg als Referent bei der See-Berufsgenossenschaft. Zuletzt leitete er das Referat Recht bei der Dienststelle Schiffssicherheit.

„Ich freue mich auf die neue Aufgabe und die Herausforderung, die Dienststelle für die Zukunft gut aufzustellen“ , beschreibt Kai Krüger seine Ziele. Kundenorientierung ist dabei ein wichtiger Erfolgsfaktor. Auch die Digitalisierung bietet der Verwaltung große Chancen. „Oberstes Ziel unserer Arbeit bleibt aber die Schiffssicherheit“, so der neue Leiter der Dienststelle.

Die Dienststelle Schiffssicherheit nimmt im Auftrag des Bundes staatliche Aufgaben im Bereich der Seeschifffahrt wahr und ist Teil der deutschen Flaggenstaatverwaltung. Im Bereich der Schiffssicherheit ist die Dienststelle unter anderem für die Einhaltung der nationalen und internationalen Vorschriften zur Schiffssicherheit und zum Meeresumweltschutz sowie für die Prüfung und Zertifizierung von Rettungsmitteln und Brandschutzausrüstung zuständig. Die Besichtiger der Dienststelle führen in den deutschen Häfen die Hafenstaatkontrollen von Schiffen unter ausländischer Flagge durch. Im Bereich Seearbeitsrecht ist die Dienststelle für die Überprüfung der Lebens- und Arbeitsbedingungen von Seeleuten an Bord verantwortlich (Flaggenstaat- und Hafenstaatkontrolle). Mit ihrem Seeärztlichen Dienst ist die Dienststelle zudem der zentrale Ansprechpartner für alle maritim-medizinischen Fragen in Deutschland.

Am Samstag, den 1. Juli 2017 findet in der Hamburger St. Gertrud-Kirche ein internationaler ökumenischer Seefahrer-Gottesdienst statt. Unter dem Motto „Wir sind alle in einem Boot“ sind alle Interessierten eingeladen, an dem Gottesdienst teilzunehmen.

Zu dem Gottesdienst laden die Nordischen Seemannskirchen, die Katholische Seemannsmission Stella Maris, die Deutsche Seemannsmission und die Thomasgemeinde Hausbruch-Altenwerder ein. 

Die Predigten werden die Pröpstin Carolyn Decke, Kirchenkreis Hamburg-Ost, sowie Ute Große Harmann, Leiterin Katholische Seemannsmission Stella Maris, halten. Nach dem Gottesdienst gibt es ein kleines Konzert des Hamburger Lotsenchores. Anschließend gibt es bei Würstchen vom Grill und anderen Kleinigkeiten Gelegenheit zum Gespräch.

Weitere Informationen finden Sie in der Einladung zu dem Gottesdienst. Für einen Sonderbus ab den Landungsbrücken melden Sie sich bitte bei dem Seemannspfarrer Matthias Ristau an: e-mail: nordkirche@seemannsmission.org, Telefon: 040/32 87 19 92 (Anrufbeantworter).

Die Reederei Rörd Braren aus Kollmar und Uwe Rottwinkel von der Reederei Rambow in Drochtersen sind die Preisträger der Auszeichnung „Exzellenter Ausbildungsbetrieb und Exzellenter Ausbilder 2017“. Die Berufsbildungsstelle Seeschifffahrt (BBS) vergab den Preis im Rahmen des 11. Bremer Schifffahrtskongresses.

Die Redner der Veranstaltung machten deutlich, wie wichtig eine fundierte und praxisnahe Ausbildung auch in der Seeschifffahrt sei. „Die duale Berufsausbildung in Deutschland ist ein internationaler Exportschlager. Ich wünsche mir, dass auch in Zukunft junge Leute zum Schiffsmechaniker ausgebildet werden und sie ihren Beruf in den Reedereien auch weiterhin ausüben können“, so Jörg Schulz, Staatsrat beim Bremer Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen.

Erstmalig wurde ein Ausbilder für sein persönliches Engagement geehrt. Uwe Rottwinkel von der Reederei Rambow erhielt die Auszeichnung für sein soziales Engagement. „In der heutigen Zeit übernehmen nicht mehr viele Menschen die Verantwortung für junge Auszubildende“, so der Vorsitzende der BBS, Ernst-Peter Ebert in seiner Laudatio. „Besonders dann nicht, wenn dies auch die jungen Menschen miteinschließt, die sonst kaum eine Chance in der Gesellschaft hätten. Nicht wenige der vermeintlich schwierigen jungen Menschen haben es tatsächlich zum Kapitän oder Chief gebracht. Dieser Erfolg zeige, dass Herr Uwe Rottwinkel recht habe“, so Ebert abschließend.

Holger Jäde, Geschäftsführer der BBS, dankte allen an der Ausbildung Beteiligten an Bord und an Land für ihr besondere Engagement. Gerade die Ausbildung zum Schiffsmechaniker sei für junge Leute ideal, da das Verständnis für den Gesamtbetrieb Schiff in keiner anderen seemännischen Ausbildung so gut gefördert werde wie während dieser dualen Berufsausbildung. „Deswegen freut es mich persönlich, dass wir durch die Auslobung des Preises Exzellenter Ausbildungsbetrieb und Ausbilder ein Zeichen setzen können und die Bemühungen und Anstrengungen, aber auch die Freuden, die mit der Ausbildung verbunden sind, anerkannt werden“, so der Geschäftsführer abschließend.