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Nachrichten 2018

Einladung zum „Runden Tisch Reeder“ am 28.06.2018, 10:00 – 16:30 Uhr beim

Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie
Bernhard-Nocht-Str. 78
20359 Hamburg.

Zur Verbesserung des Informationsaustausches mit den Reedereien veranstaltet das BSH am 28.06.2018 erneut einen „Runden Tisch Reeder“, bei dem verschiedene aktuelle Themen aus der Schifffahrt, beispielsweise Schifffahrtsförderung, Flaggenrecht, elektronische Kommunikation, angesprochen werden. Ziel des Informations- und Meinungsaustausches ist es, die Bedarfe der Reedereien in der Zusammenarbeit mit dem BSH bzw. allgemein der Flaggenstaatverwaltung noch besser identifizieren und berücksichtigen zu können.

Wenn Sie teilnehmen möchten, senden Sie Ihre Anmeldung bitte bis zum 08.06.2018 an runder-tisch-reeder@bsh.de. Aus Kapazitätsgründen ist derzeit ein/e Teilnehmer/in pro Reederei vorgesehen; bei Interesse können mehr Personen angemeldet werden. Nach Anmeldeschluss erhalten Sie eine verbindliche Zusage, ob und gegebenenfalls mit wie vielen Personen Sie teilnehmen können.

Tagesordnung

10:00  Begrüßung
10:15 – 11:00
Schifffahrtsförderung
Neue Förderkulisse LNK-Richtlinie – erste Erfahrungen, Verwendungsnachweisverfahren, EU Datenschutzgrundverordnung ....
11:00 – 11:45
Flaggenrecht
Erfahrungen aus der Praxis, Ablösebeträge / Stiftung Schifffahrtsstandort Deutschland ....
11:45 – 12:00
Kaffeepause
12:00 – 12:30
Befähigungszeugnisse
Der neue Polar-Code – Befähigungen und -nachweise ....
12:30 – 13:30
Mittagspause
13:30 – 14:15
Navigation und Kommunikation
Aktuelle Projekte, Mindestausrüstungsanforderungen ....
14:15 – 15:15
Dienststelle Schiffssicherheit  
Meeresumweltschutz, Cyber Security, Seearbeitsrecht, Gleichwertigkeitsbescheinigungen ....
15:15 – 16:00
Sonstiges / Verschiedenes
Entwicklungen MEPC (MEPC 72), Umsetzung Ballastwasserübereinkommen, Übergreifende Übungen, Cyber Risk Prevention, elektronische Zeugnisse ....
16:00 – 16:15
Schlusswort

Pünktlich zum Frühlingsbeginn hat die Reederei Drevin die "Thetis D" unter die deutsche Flagge gebracht. Die Einflaggung des 168m langen Containerschiffes erfolgte am 20. März in Hamburg.

Die "Thetis D" fuhr bisher wie die drei anderen eigenen Containerschiffe der Reederei unter der Liberia-Flagge. Durch die Übernahme des deutschflaggigen Feederschiffes "Concordia" von der Reederei Koppelmann im Herbst letzten Jahres machte die Reederei Drevin erste Erfahrungen mit der deutschen Flagge. "Wir waren positiv überrascht, wie schnell und unbürokratisch die deutsche Flaggenstaatverwaltung arbeitet", so Reedereichef Mark Drevin. Sollte sich dieser gute Eindruck fortsetzen, könne man sich schwarz-rot-gold auch für die anderen Schiffe der Reederei vorstellen.

Die Reederei Drevin entstand 1983 durch die Übernahme des Motorschiffes "Sabine D" von der Reederei Osterwisch. Sie bereedert eine Flotte von fünf modernen Containerschiffen, von denen die 2009 bei der Sietas-Werft gebaute "Thetis D" das modernste ist. Das in Cuxhaven ansässige Schifffahrtsunternehmen ist aktiv in der Ausbildung von seemännischen Nachwuchs.

Nachrichtenbild: Thetis eingeflaggt

Wer kennt nicht das bekannte Seemannslied "What shall we do with the drunken sailor?". Das Klischee von betrunkenen Seeleuten ist auch heute noch weit verbreitet. Dabei konsumieren Seeleute nicht mehr Alkohol als die durchschnittliche deutsche Bevölkerung. Das ist ein Ergebnis einer Fachkonferenz, die vor kurzem in Hamburg stattfand.

Gut hundert Fachleute waren am 14. Februar zu dem Wissenschaftlichen Symposium "Alkohol, Drogen, Verkehrseignung - Schifffahrt" nach Hamburg gekommen, um den sechs Fachvorträgen zu folgen. Der Bund gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr (B.A.D.S.) und das Institut für Rechtsmedizin am UKE hatten die Konferenz organisiert.

Die Vortragenden aus den Bereichen Schifffahrtsmedizin, Gerichtswesen, Wasserschutzpolizei und Medizinunternehmen machten deutlich, dass der Beruf des Seemanns zu den sogenannten risikoreichen Stressberufen gehört. Im Vergleich zu Landberufen seien Seeleute deutlich mehr Stressfaktoren ausgesetzt - wie zum Beispiel Wettereinflüssen, soziale Isolation, Schichtdienst und langen Arbeitszeiten und Piraterie.

Trotz dieser erhöhten Anforderungen gebe es aber keine Belege dafür, dass Seeleute mehr Alkohol konsumieren würden als die Durchschnittsbevölkerung. Die Wasserschutzpolizei stellte im Jahr 2016 im Hamburger Hafen nur fünf Fälle von übermäßigen Alkohol- und Drogengenuss in der Binnen- und Seeschifffahrt fest. Regelmäßige und verstärkte Alkohol- und Drogenkontrollen seien aber wichtig, da die möglichen Schäden durch Trunkenheitsfahrten in der Seeschifffahrt deutlich höher seien als im Straßenverkehr.

Keine Einigkeit gab es bei der Frage, ob für die Seeschifffahrt generell eine Null-Promille-Grenze eingeführt werden soll, wie sie für Fahrgastschiffe und Schiffe mit gefährlichen Gütern bereits jetzt gilt. Einige Reedereien verbieten den Alkohol- und Drogenkonsum an Bord ihrer Schiffe. Auf der anderen Seite, so einige Experten, müsse man berücksichtigen, dass für Seeleute ein Schiff nicht nur ein Arbeitsplatz, sondern zugleich auch Wohnort über mehrere Monate ist.

Die erforderliche medizinische Ausrüstung hängt unter anderem vom Fahrtgebiet ab. Eine Übersicht über diese Fahrtgebiete bieten unsere beiden neuen Karten.

Der aktuelle "Stand der medizinischen Kenntnisse" informiert über die erforderliche medizinische Ausrüstung, die an Bord vorhanden sein muss. Welchen Umfang diese Ausrüstung haben muss, hängt von der Anzahl der Personen an Bord, dem Fahrtgebiet und davon ab, ob es sich um ein Fischereifahrzeug handelt.

Für einen besseren Überblick über die Fahrtgebiete hat das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie in Zusammenarbeit mit dem Seeärztlichen Dienst der BG Verkehr zwei Karten entworfen. Die eine Karte bietet eine Übersicht über die Fahrtgebiete für Handelsschiffe (ohne Fischerei) und die andere über die Fahrtgebiete für Fischereifahrzeuge.

Bei den Fahrtgebieten für die medizinische Ausstattung für Handelsschiffe wird unterschieden zwischen:

  • Hafenbereich,
  • nationaler und küstennaher Fahrt,
  • europäischer Fahrt und
  • weltweiter Fahrt.

Bei Fischereifahrzeugen gibt es für die medizinische Ausstattung die Fahrtgebiete:

  • Küstenfischerei,
  • große Hochseefischerei und
  • kleine Hochseefischerei.

Weitere Informationen zur medizinischen Ausrüstung auf Schiffen finden Sie in unserer Rubrik "Maritime Medizin".

Für Handelsschiffe unter deutsche Flagge sind einige neue Vorgaben für die medizinische Ausstattung an Bord in Kraft getreten.

Der neue "Stand der medizinischen Erkenntnisse" enthält neben den Ausstattungsverzeichnissen auch praktische Hinweise zur Aufbewahrung von Medikamenten und Medizinprodukten an Bord. Die Reeder müssen die Änderungen erst bei der nächsten jährlichen Überprüfung der medizinischen Ausstattung umsetzen.

Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie in der Rubrik "Maritime Medizin". Die zusammengefassten Änderungen gegenüber dem vorherigen Stand der medizinischen Erkenntnisse haben wir Ihnen in einem Informationsblatt zusammengestellt.

Neue medizinische Ausstattung (groß)

Die BG Verkehr hat vor kurzem zwei Allgemeinverfügungen zu Arbeits- und Ruhezeiten erneuert. Die Regelung ermöglicht flexiblere Arbeitszeitregelungen für Seeleute auf Fischereifahrzeugen und Schiffen in der saisonalen Ausflugsschifffahrt.

Die Laufzeit der beiden Allgemeinverfügungen ist auf zwei Jahre begrenzt. Die BG Verkehr hatte zuvor gleichlautende Bescheide herausgegeben, so dass sich im Vergleich zur Vorgänger-Version inhaltlich nichts verändert hat.

Allgemeinverfügungen (klein)

Die Allgemeinverfügung für die saisonale Ausflugsschifffahrt gilt für Schiffe, die keinen Linienverkehr betreiben und für die keine gesetzliche Beförderungspflicht besteht. Die Regelung ermöglicht Jahresarbeitszeitkonten, das heißt Mehrarbeit in der Saison, die nach Abschluss der Saison durch Freizeit ausgeglichen wird.

Die Regelung für die Küstenfischerei und für die Kleine Hochseefischerei ermöglicht ebenfalls längere Arbeitszeiten. Die Fischer müssen auch keine Übersicht die Arbeitsorganisation führen, wenn sie keinem regelmäßigen Wachrhythmus unterliegen.

Am 14. Februar 2018 findet in Hamburg ein wissenschaftliches Symposium zum Thema „Alkohol, Drogen und Verkehrseignung - Schifffahrt“ statt. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.

Das Symposium wird am 14. Februar von 13 bis ca. 18 Uhr auf dem Gelände des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) stattfinden. Organisator der Veranstaltung ist der Bund gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr (B.A.D.S.). Als Referent wird unter anderem der Leiter des Seeärztlichen Dienstes der BG Verkehr auftreten.

Weitere Informationen finden Sie in dem Ankündigungs-Flyer.

Beitragssätze in der Sozialversicherung für das Jahr 2018

Krankenversicherung

Allgemeiner Beitragssatz (exkl. jeweiliger Zusatzbeitrag)

14,60 %

Anteil Arbeitnehmer

7,30 %

Zzgl. Zusatzbeitrag für Arbeitnehmer (variiert je nach Krankenkasse)

Link

Anteil Arbeitgeber

7,30 %

Pflegeversicherung

Beitragssatz grundsätzlich

2,55 %

Anteil Arbeitnehmer

1,275 %

Anteil Arbeitgeber

1,275 %

Kinderlose insgesamt

2,80 %

Anteil Arbeitnehmer

1,525 %

Anteil Arbeitgeber

1,275 %

Rentenversicherung

Allgemeine Rentenversicherung

18,60 %

Anteil Arbeitnehmer

9,3 %

Anteil Arbeitgeber

9,3 %

Seemannskasse

Beitragssatz

4,00 %

Anteil Arbeitnehmer

2,00 %

Anteil Arbeitgeber

2,00 %

Arbeitslosenversicherung

Beitragssatz

3,00 %

Anteil Arbeitnehmer

1,50 %

Anteil Arbeitgeber

1,50 %

See-Unfallversicherung

Beitragssatz Seeleute

4,9 %

Bruchteil Landbeschäftigte in Seefahrtbetrieben

1/8*

Umlagesätze

Umlage 1 = Krankheit, Kur (Erstattungssatz 80%)

0,90 %

Umlage 2 = Mutterschutz (Erstattungssatz 100%)

0,24 %

Insolvenzgeldumlage

0,06 %

*Beitragspflichtiges Arbeitsentgelt x 1/8 (Bruchteil) x 4,9 % (Umlagesatz) = Beitrag

Stand 20.12.2017; alle Angaben ohne Gewähr

(nach oben)

Rechengrößen der Sozialversicherung für das Jahr 2018

  Bezugsgröße - § 18 SGB IV – in EUR Beitragsbemessungsgrenze in EUR
Kranken- und Pflegeversicherung

Gesamte Bundesrepublik

3.045,00 / Monat

36.540,00 / Jahr

4.425,00 / Monat

53.100,00 / Jahr

Renten- und Arbeitslosenversicherung

Alte Bundesländer (inkl. Berlin/West)

3.045,00 / Monat

36.540,00 / Jahr

6.500,00 / Monat

78.000,00 / Jahr

Neue Bundesländer (inkl. Berlin/Ost)

2.695,00 / Monat

32.340,00 / Jahr

5.800,00 / Monat

69.600,00 / Jahr

Seemannskasse

Alte Bundesländer (inkl. Berlin/West)

-

6.500,00 / Monat

78.000,00 / Jahr

Neue Bundesländer (inkl. Berlin/Ost)

 

5.800,00 / Monat

69.600,00 / Jahr

 
Unfallversicherung: Höchstjahresarbeitsverdienst

Höchstarbeitsverdienst (je Arbeitnehmer)

72.000,00 EUR

Jahresarbeitsentgeltgrenze

Allgemeine Grenze

59.400,00 EUR

Bordverpflegung – Beköstigungssätze

Vollverpflegung monatlich

246,00 EUR

Mittag- und Abendessen jeweils monatlich

96,00 EUR

Frühstück monatlich

51,00 EUR

Aktueller Umrechnungskurs für nichtdeutsche Seeleute auf ISR-Schiffen (§ 17a SGB IV)

Referenzkurs EZB Oktober 2017

Gültig
01.01. - 31.03.2018

1 USD = 0,8506 €

1 € = 1,1756 USD

Referenzkurs EZB Juli 2017

Gültig
01.10. - 31.12.2017

1 USD = 0,8687 €

1 € = 1,1511 USD

Referenzkurs EZB April 2017

Gültig
01.07. - 30.09.2017

1 USD = 0,9326 €

1 € = 1,0723 USD

Stand 20.12.2017; alle Angaben ohne Gewähr

(nach oben)