Webcode für diesen Inhalt: 16730495

Ausbildung Seeleute

Die Grundlage zur Einhaltung von Sicherheitsstandards auf Schiffen und im Seeverkehr ist eine umfassende Aus- und Fortbildung der Seeleute in Theorie und Praxis. In den seefahrtbezogenen Berufsschulen, Fach- und Fachhochschulen der Länder sowie in weiteren Ausbildungsstätten und auf Ausbildungsschiffen werden die theoretischen und praktischen Kenntnisse und Fertigkeiten zur Förderung der Schiffssicherheit, Gefahrenabwehr auf See und dem Schutz der Meeresumwelt vermittelt.

Grundsätzliche Voraussetzung ist immer die Seediensttauglichkeit des Interessenten. Nach Abschluss der verschiedenen Ausbildungen werden vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) auf Antrag die entsprechenden Befähigungszeugnisse erteilt. Dabei stimmen die Bezeichnungen der Abschlüsse nicht mit den Bezeichnungen der Befähigungszeugnisse überein.


Folgende Ausbildungen von Seeleuten sind möglich:

Ausbildung zum Schiffsmechaniker

Mit der Ausbildung zum Schiffsmechaniker, die von der Berufsbildungsstelle Seeschifffahrt e.V. (BBS) überwacht wird, erwerben Sie einen staatlich anerkannten Berufsabschluss. Sie können damit auch die praktische Ausbildung und Seefahrtzeit nachweisen, die in den Ausbildungsgängen an Fach- oder Fachhochschulen verlangt wird und Voraussetzung für den Erwerb eines Befähigungszeugnisses ist.

Praktische Ausbildung und Seefahrtzeit als

  • Nautischer Offiziersassistent (NOA),
  • Technischer Offiziersassistent (TOA) oder
  • Schiffsbetriebstechnischer Assistent (SBTA)

Auch mit der Ausbildung zum NOA, TOA oder SBTA können Sie die praktische Ausbildung und Seefahrtzeit nachweisen, die in den Ausbildungsgängen an Fach- oder Fachhochschulen verlangt wird und Voraussetzung für den Erwerb eines Befähigungszeugnisses ist. Sie erwerben damit aber keinen staatlich anerkannten Berufsabschluss!
Die Ausbildung als SBTA ist eine landesrechtliche Ausbildung und für alle Fachschüler zwingend erforderlich, wenn keine abgeschlossene Berufsausbildung zum Schiffsmechaniker nachgewiesen werden kann. Darüber hinaus müssen SBTAs stets zusätzlich eine Seefahrtzeit als NOA bzw. TOA ableisten.

Ausbildung an einer Fach- oder Fachhochschule zum

  • Nautischer Wachoffizier
  • Technischer Wachoffizier
  • Elektrotechnischer Schiffsoffizier

Diese Befugnisse können Sie je nach Schulabschluss auf sehr verschiedenen Wegen erreichen. Praktische Ausbildung und Seefahrtzeit ist immer ein Bestandteil davon. Für den Erwerb der Befähigungszeugnisse Erster Offizier, Kapitän, Zweiter technischer Offizier und Leiter der Maschinenanlage müssen Sie weitere Seefahrtzeiten in verantwortlichen Dienststellungen auf bestimmten Schiffen ableisten.


Weitere Informationen finden Sie auf dieser Website unter Ausbildungsstätten. Weitere berufsberatende Informationen, zum Teil auch über Ausbildungen in der Küstenschifffahrt oder Fischerei, erhalten Sie z.B. über den Verband Deutscher Reeder, die BBS oder die Bundesagentur für Arbeit (Berufsberatung).

Jedes Jahr wird am 25. Juni der Tag der Seefahrer begangen. Die IMO stellt dabei auch die Ausbildung von Seefahrern in den Fokus und möchte das Interesse junger Leute für einen Beruf auf See wecken, einen Beruf mit vielen Facetten.