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Menschlicher Faktor ist in der Schifffahrt nach wie vor entscheidend

Nach Schätzungen gehen 70 bis 80 Prozent der Schiffsunfälle auf menschliches Versagen zurück. Alleine diese Zahl zeigt, dass der menschliche Faktor in der Seeschifffahrt nach wie vor entscheidend ist. Bei aller Technisierung an Bord ist eine ausreichende und qualifizierte Schiffsbesatzung der Schlüssel zum erfolgreichen Betrieb eines Schiffes.

Die Besetzung eines Schiffes mit kompetenten Seeleuten ist eine der größten Herausforderungen für jeden Reeder. Auf der einen Seite muss der Schiffseigner jederzeit einen sicheren Schiffsbetrieb sicherstellen und genügend Personal an Bord einsetzen. Gerade angesichts immer kleiner werdender Besatzungsstärken, kurzer Hafenliegezeiten und hohem Termindruck sind die Anforderungen an jeden einzelnen Seemann im Vergleich zu früher deutlich gestiegen. Auf der anderen Seite muss ein Reeder wie jeder andere Unternehmer auch die Kostenseite im Blick behalten.

Das internationale Seearbeitsübereinkommen (Maritime Labour Convention, kurz: MLC) sichert einen fairen Ausgleich zwischen den Ansprüchen der Seeleute und den Interessen der Reeder. Seeleute profitieren von weltweiten Mindeststandards für Arbeits- und Lebensbedingungen. Zugleich verhindert das Seearbeitsübereinkommen Sozialdumping und gewährleistet einen fairen Wettbewerb.

 

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Seeleute haben nach dem Seearbeitsübereinkommen beispielsweise einen Anspruch auf einen schriftlichen Heuervertrag, in dem alle wesentlichen Arbeitsbedingungen geregelt werden müssen. Auch das umfassende Beschwerderecht für Seeleute sowie die 16-wöchige Fortzahlung der Heuer im Krankheitsfall sind wesentliche Fortschritte. 

Das internationale Seearbeitsübereinkommen ist in Deutschland durch das Seearbeitsgesetz umgesetzt worden. Mit diesem Gesetz wurden erstmals für eine gesamte Wirtschaftsbranche in Deutschland umfassende und regelmäßige Arbeitsinspektionen eingeführt. Der Staat stellt damit die Einhaltung der gesetzlichen Anforderungen auch an Bord solcher deutschflaggiger Schiffe sicher, die nie oder nur selten deutsche Häfen anlaufen.