Stiftung "Schifffahrtsstandort Deutschland"
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Stiftung "Schifffahrtsstandort Deutschland"

Stiftung "Schifffahrtstandort Deutschland" fördert Berufsausbildung

Die gemeinnützige "Stiftung Schifffahrtsstandort Deutschland" mit Sitz in Hamburg fördert die nautische und technische Ausbildung, Qualifizierung und Fortbildung von Besatzungsmitgliedern. Ziel der Förderkonzeptes ist es, ein möglichst großes Maß an Schifffahrts-Know-how in Form von hochqualifizierten Seeleuten am maritimen Standort Deutschland langfristig zu sichern.

Die Stiftung fördert auf Antrag die:

  • Berufsausbildung zum Schiffsmechaniker,
  • Berufsausbildung zum Nautischen oder Technischen Offiziersassistenten und
  • die Qualifizierung von Offizieren (sog. "Ausfahren der Patente").
Förderung der Berufsausbildung durch die Stiftung für 2017

Förderhöhe in EUR, hochgerechnet auf ein Jahr (nur quartalsweise und begrenzte Förderung)

Berufsausbildung zum Schiffsmechaniker (bis zu 12 Quartale Förderung ab Beginn des Ausbildungsverhältnisses)

14.000

Berufsausbildung zum Nautischen oder Technischen Offiziersassistent (bis zu 6 Quartale Förderung ab Beginn der praktischen Ausbildung und Seefahrtzeit)

14.000

Kapitän oder Schiffsoffizier des nautischen oder technischen Schiffsdienstes (bis zu 16 Quartale Förderung ab erfolgreichem Abschluss der schulischen Ausbildung)

32.000

Kapitän oder Schiffsoffizier des nautischen oder technischen Schiffsdienstes bei vorangegangener Arbeitslosigkeit (bis zu 20 Quartale Förderung ab erfolgreichem Abschluss der schulischen Ausbildung)

38.000

Die Stiftung "Schifffahrtsstandort Deutschland" hat eine zweiseitige Kurz-Übersicht sowie eine fünfseitige Auflistung der Förderbedingungen der seemännischen Ausbildung zusammengestellt.

Finanzielle Unterstützung von Fortbildungsmaßnahmen

Die Stiftung „Schifffahrtstandort Deutschland“ unterstützt auch Fortbildungsmaßnahmen (Lehrgänge), die als Grundlage für die Ausstellung von Dokumenten für das nautische und technische Seepersonal vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) oder von der Berufsgenossenschaft für Transport und Verkehrswirtschaft (BG Verkehr) zugelassen sind.

Förderung von Fortbildungsmaßnahmen durch die Stiftung für 2017

Maximale Förderhöhe in EUR

Fortbildungsmaßnahme (Förderung für Lehrgangsgebühren)

bis 3.000

Förderung pro Unterstützungsberechtigtem (bezogen auf einzelnen Fortzubildenden)

bis 4.000

Die Stiftung "Schifffahrtsstandort Deutschland" hat eine zweiseitige Kurz-Übersicht sowie eine dreiseitige Auflistung der Förderbedingungen der seemännischen Fortbildung zusammengestellt.

Förderanträge für Fortbildungsmaßnahmen können entweder von den Unternehmen oder den Fortzubildenden gestellt werden. Für das Jahr 2017 können die Anträge bis zum 28. Februar 2018, 18.00 Uhr, bei der Stiftung eingereicht werden.

(nach oben)

Fördervoraussetzungen

Die Voraussetzungen für die Förderung der Berufsausbildung und der Fortbildungsmaßnahmen sind unter anderem:

  • Das Unternehmen hat seinen Sitz in Deutschland.
  • Der Auszubildende/Fortzubildende ist bei einem deutschen Arbeitgeber beschäftigt.
  • Der Arbeitgeber zahlt Beiträge für die gesetzliche Sozialversicherung für den Auszubildenden/Fortzubildenden.
  • Der Auszubildende/Fortzubildende erhält eine Vergütung in Höhe von mindestens 850,- EUR.
  • Das Schiff fährt unter deutscher Flagge (keine Bundes- oder Landesdienstflagge) oder einer EU-Flagge.

Die Ausbildung muss auf der Grundlage der:

erfolgen.

Ein Rechtsanspruch auf Förderung besteht nicht.

(nach oben)

Finanzierung der Stiftung durch Ablösebeträge der Reeder

Die Stiftung finanziert sich aus Beiträgen der deutschen Reeder, die ihre Schiffe ausflaggen. Ein Reeder darf sein Schiff nur dann ausflaggen, wenn er die durch die Ausflaggung bewirkten Nachteile für den Schifffahrtsstandort Deutschland ausgleicht. Dieser Ausgleich kann entweder:

  • durch die Ausbildung von Schiffsmechanikern oder Offiziersassistenten auf dem jeweiligen ausgeflaggten Schiff (Primärverpflichtung) oder
  • durch die Zahlung eines Ablösebetrages an die Stiftung (Sekundärverpflichtung)

erfolgen.

Je nach Schiffsgröße variiert der vorgeschriebene Zeitraum, in dem an Bord des ausgeflaggten Schiffes ausgebildet werden muss, damit kein Ablösebetrag fällig wird. Dieser Zeitraum liegt zwischen einem und 5,5 Monaten für jedes Jahr der Ausflaggungsgenehmigung; nähere Details ergeben sich aus der Anlage zu § 7 Absatz 2 Satz 2 des Flaggenrechtsgesetzes. Der jeweilige Zeitraum, in dem ausgebildet werden muss, beginnt mit dem Wirksamwerden der Ausflaggungsgenehmigung.

Wenn ein Reeder nicht ausbilden kann oder will, kann er alternativ einen Ablösebetrag an die Stiftung "Schifffahrtsstandort Deutschland" zahlen. Die Höhe des jährlichen Ablösebetrages richtet sich nach der Größe des Schiffes und wird im Bundesanzeiger veröffentlicht. Die Rechtsgrundlage für die Verpflichtung zur Zahlung eines Ablösebetrages ist § 7 Absatz 5 Satz 4 des Flaggenrechtsgesetzes.

Weitere Informationen bietet Ihnen die Internetseite der "Stiftung Schifffahrtsstandort Deutschland".

(nach oben)