Ausflaggungs-Genehmigung:

Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie
Sachgebiet S 13 - Flaggenrecht und Schifffahrtsförderung
Bernhard-Nocht-Straße 78
20359 Hamburg


Denise Braun
Telefon: +49 40 3190-7132
Fax: +49 40 3190-5003

Jennifer Loose
Telefon: +49 40 3190-7133
Fax: +49 40 3190-5003

Jasmin Lohse
Telefon: +49 40 31 90-7134
Fax: +49 40 31 90-5003

Jacqueline Seidel
Telefon: +49 40 3190-7155
Fax: +49 40 3190-5003

Angela Knoll
Telefon: +49 40 3190-7130
Fax: +49 40 3190-5003



Informationen über die Ausgleichsbeiträge bei Ausflaggung:

Stiftung "Schifffahrtsstandort Deutschland"
Burchardstr. 24
20095 Hamburg

Telefon: +49 40 350 97-270
Fax: +49 40 350 97-310



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Ausflaggung

Befristete Ausflaggung möglich

Der deutsche Gesetzgeber erlaubt Reedereien oder Ausrüstern unter bestimmten Voraussetzungen, ihre Schiffe zeitweise auszuflaggen. Bei dieser Ausflaggung nach § 7 des Flaggenrechtsgesetzes bleibt das Schiff in einem deutschen Seeschiffsregister eingetragen, erhält aber die Genehmigung zur Führung einer ausländischen Flagge.

Ein ausgeflaggtes Schiff unterliegt dem Recht der ausländischen Flagge. Einzige Ausnahme ist unter bestimmten Voraussetzungen die Sozialversicherung für deutsche Besatzungsmitglieder auf ausgeflaggten Schiffen. Mehr Informationen zu der Ausstrahlungsversicherung finden Sie in der Rubrik "Sozialversicherung".

Das zuständige Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) kann die Ausflaggung für zwei Jahre genehmigen. Reedereien oder Ausrüster können den Antrag auf befristete Ausflaggung wiederholt stellen.

Ausgleich der Nachteile für den Schifffahrtsstandort Deutschland

Das BSH darf eine Ausflaggung nach dem Flaggenrechtsgesetz nur dann genehmigen, wenn der Reeder oder Ausrüster nachweist, dass er die durch den Flaggenwechsel hervorgerufenen Nachteile für den Schifffahrtsstandort Deutschland ausgeglichen hat. Dieser Ausgleich kann erfolgen durch:

  • Ausbildung auf dem jeweiligen ausgeflaggten Schiff (Primärverpflichtung) oder
  • Zahlung eines Ablösebetrages (Sekundärverpflichtung).

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Ausgleich durch Ausbildung (Primärverpflichtung)

Der Reeder oder Ausrüster kann die Nachteile einer Ausflaggung für den Schifffahrtsstandort Deutschland dadurch ausgleichen, dass er auf dem ausgeflaggten Schiff entweder Schiffsmechaniker oder Nautische oder Technische Offiziersassistenten ausbildet. Je nach Schiffsgröße variiert der vorgeschriebene Zeitraum, in dem an Bord des ausgeflaggten Schiffes ausgebildet werden muss, damit kein Ablösebetrag fällig wird. Dieser Zeitraum liegt zwischen einem und 5,5 Monaten für jedes Jahr der Ausflaggungsgenehmigung; weitere Informationen finden Sie in den Hinweisen zur Ausbildungsverpflichtung und in der Anlage zu § 7 Absatz 2 Satz 2 des Flaggenrechtsgesetzes. Der jeweilige Zeitraum, in dem ausgebildet werden muss, beginnt mit dem Wirksamwerden der Ausflaggungsgenehmigung.

Das BSH überprüft, ob die Ausbildungsverpflichtung tatsächlich erfüllt wird. Wenn nicht oder nicht mehr ausgebildet wird, muss der Ablösebetrag ab dem Beginn der Wirksamkeit der Ausflaggungsgenehmigung nachgezahlt werden

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Ausgleich durch Ablösebetrag (Sekundärverpflichtung)

Wenn ein Reeder oder Ausrüster nicht ausbilden kann oder will, kann er alternativ auch einen Ablösebetrag an die "Stiftung Schifffahrtsstandort Deutschland" zahlen. Die Höhe des jährlichen Ablösebetrages richtet sich nach der Größe des Schiffes und wird im Bundesanzeiger veröffentlicht. Die Rechtsgrundlage für die Verpflichtung zur Zahlung eines Ablösebetrages ist § 7 Absatz 5 Satz 4 des Flaggenrechtsgesetzes.

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