Gewerblich genutzte Sportboote:

Berufsgenossenschaft Verkehrswirtschaft Post-Logistik Telekommunikation (BG Verkehr)
Dienststelle Schiffssicherheit
Brandstwiete 1
20457 Hamburg

Telefon: +49 40 361 37-0
Fax: +49 40 36137-204

Alexander Dierichs
Telefon: +49 40 361 37-244
Fax: +49 40 361 37-204

Detlef Rathke
Telefon: +49 40 361 37-232
Fax: +49 40 361 37-204



Privat genutzte Sportboote:

Deutscher Segler-Verband e.V.
Gründgensstraße 18
22309 Hamburg

Telefon: +49 40 6 32 00 90
Fax: +49 40 63 20 09 28
E-Mail: info@dsv.org



Deutscher Motoryachtverband e.V.
Vinckeufer 12-14
47119 Duisburg

Telefon: +49 203 8 09 58-0
Fax: +49 203 8 09 58-58
E-Mail: info@dmyv.de



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Sportfahrzeuge

Was sind Sportboote?

Sportboote sind Wasserfahrzeuge mit nicht mehr als 12 Personen an Bord, die ausschließlich für Sport- und Freizeitzwecke gebaut wurden. Zur Kategorie der Sportboote gehören somit Motor- und Segelboote, Yachten sowie Wassermotorräder („Jet-ski)“.

Für Sportboote unter deutscher Flagge gilt deutsches Recht, zum Teil auf Grundlage europäischer Richtlinien. Der Umfang der Sicherheitsanforderungen, die ein Sportboot unter deutscher Flagge danach erfüllen muss, hängt davon ab, ob das jeweilige Wasserfahrzeug gewerblich oder nicht-gewerblich genutzt wird.

Nicht-gewerbliche Sportboote

Sportboote, die zu Freizeitzwecken gebaut und ausschließlich dafür eingesetzt werden, benötigen keine Zulassung oder Zeugnisse der deutschen Flaggenstaatverwaltung. Für Sportboote sind im Ausrüstungsbereich lediglich die Vorgaben der internationalen Kollisionsverhütungsregeln zu Navigationslichtern und Schallanlagen zu beachten. Weitere Informationen zu diesen Anforderungen finden Sie in einer Broschüre des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie.

Sportboote ab 15 Metern Länge - auch nicht-gewerbliche - müssen darüber hinaus in ein deutsches Seeschiffsregister eingetragen werden.

Zum Befahren der deutschen Seeschifffahrtsstraßen ist auch für private Sportboote ein Sportbootführerschein nach der Sportbootführerscheinverordnung erforderlich. Weitere Informationen zu den Führerscheinen im Sportbootbereich erhalten Sie beim Deutschen Segler-Verband oder beim Deutschen Motoryachtverband.

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Gewerbliche Sportboote

Gewerblich betriebene Sportboote benötigen ein entsprechendes Sicherheitszeugnis. Dabei wird zwischen zwei Gruppen von gewerblichen Sportbooten unterschieden:

  1. Vermietung von Sportfahrzeugen,
  2. Gewerbsmäßige Ausbildung auf Sportbooten.

Beide Arten der gewerblichen Nutzung von Sportbooten sind in der See-Sportbootverordnung geregelt.

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Vermietung von Sportfahrzeugen

Ein Sportboot darf nach § 7 der See-Sportbootverordnung nur dann vermietet werden, wenn es:

  • ein Bootszeugnis führt,
  • die in dem Bootszeugnis festgelegten Bedingungen und Auflagen erfüllt,
  • die in dem Bootszeugnis vorgeschriebene Ausrüstung an Bord hat und
  • ausreichend gekennzeichnet ist.

Diese Anforderungen an ein vermietetes Sportboot unter deutscher Flagge gelten nicht nur in deutschen Gewässern, sondern weltweit.

Das Bootszeugnis wird auf Antrag für die Dauer von zwei Jahren erteilt, bei Werftneubauten für drei Jahre. Vor Ausstellung eines Bootszeugnisses wird das Sportboot möglichst vor Beginn der Wassersportsaison auf seine Verkehrssicherheit und erforderliche Kennzeichnung untersucht. Im Regelfall besichtigt ein Fachmann eines Wasser- und Schifffahrtsamtes das Boot. Mit der Besichtigung können auch Mitarbeiter der Dienststelle Schiffssicherheit der BG Verkehr oder einer anerkannten Organisation (Klassifikationsgesellschaft) beauftragt werden.

Weitere Informationen zum Bootszeugnis und das entsprechende Antragsformular finden Sie auf der Website des Wasser- und Schifffahrtsamtes Stralsund.

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Gewerbsmäßige Ausbildung auf Sportfahrzeugen

Neben der Vermietung ist die Ausbildung zum Führen von Sportfahrzeugen oder für ähnliche Sport- und Freizeitzwecke eine weitere gewerbliche Nutzungsform von Sportbooten (Ausbildungsfahrzeuge). Eine gewerbsmäßige Ausbildung liegt dann vor, wenn die Ausbildung mit Gewinnerzielungsabsicht betrieben wird.

Sportboote als Ausbildungsfahrzeuge unter deutscher Flagge benötigen ein Schiffssicherheitszeugnis nach § 52a der Schiffssicherheitsverordnung sowie ein Schiffsbesatzungszeugnis. Die Dienststelle Schiffssicherheit der BG Verkehr stellt das Sicherheitszeugnis auf Antrag für die Dauer von maximal 2 Jahren aus. Ein Bootszeugnis reicht für Ausbildungs- und Kojencharter-Törns nicht aus.

Für die Ausstellung des Sicherheitszeugnisses benötigt die Dienststelle Schiffssicherheit folgende Unterlagen:

  • ausgefülltes Antragsformular
  • Nachweis der ausreichenden Schiffskörperfestigkeit für das beantragte Fahrtgebiet,
  • Nachweis der ausreichenden Querstabilität des Schiffes,
  • zusammengefasstes Ausbildungskonzept.

Das Ausbildungsfahrzeug wird anschließend von einem Fachmann der Dienststelle Schiffssicherheit besichtigt.

Darüber hinaus besichtigt das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) oder eine von ihr anerkannte Stelle die an Bord befindliche Funkanlage.

Nähere Informationen zu den entsprechenden Besichtigungen finden Sie in unserer Rubrik "Schiffsbesichtigungen".

Falls sich eine Flüssiggasanlage an Bord befindet, muss diese von einem zertifizierten Betrieb abgenommen sein.

Die Sicherheitsanforderungen für gewerbsmäßig genutzte Ausbildungs-Sportboote sind in einer Richtlinie zusammengefasst. Weitere Informationen finden Sie in unserem Standardschreiben zu gewerbsmäßig genutzten Sportfahrzeuge.

Das Sportfahrzeug muss zum Betrieb mit einer Crew besetzt werden, die den Vorgaben der Sportseeschifferscheinverordnung entspricht. Die Regelbesatzung, die sich nach der Größe des Schiffes und des Fahrtgebietes richtet, ergibt sich aus der Anlage 4  der Sportseeschifferscheinverordnung.

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Eintragung in ein Seeschiffsregister ab 15m Länge Pflicht

Gewerblich und nicht-gewerblich genutzte Sportboote müssen in ein Seeschiffsregister eingetragen werden, wenn die Rumpflänge des Schiffes 15 Meter Länge übersteigt. Kürzere Sportboote können in ein Seeschiffsregister eingetragen werden, wenn der Eigentümer es wünscht. Wir haben ein Verzeichnis der Seeschiffsregister für Sie zusammengestellt. Voraussetzung für die Eintragung in ein Seeschiffsregister ist ein Schiffsmessbrief. Weitere Informationen sowie ein Antragsformular finden Sie auf der BSH-Website.

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