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Seediensttauglichkeit

 

Körperliche und geistige Fitness von Seeleuten ist Voraussetzung für einen Einsatz an Bord

Seeleute auf Seeschiffen in der weltweiten Fahrt sind häufig monatelang durch verschiedenste Klimazonen der Welt unterwegs. Bei längeren Seereisen auf hoher See kann tagelang nicht auf medizinische Versorgung von Land aus zurückgegriffen werden, weil der Einsatzradius von Rettungshubschraubern und Seenotkreuzern begrenzt ist. Die internationale Seeschifffahrt ist in dieser Hinsicht nur noch mit der Weltraumfahrt vergleichbar. Auch kann nur eine gesunde und einsatzbereite Schiffsbesatzung die Sicherheit eines Schiffes in allen Situationen gewährleisten.

Seeleute müssen daher regelmäßig ihre körperliche und geistige Fitness für einen Einsatz an Bord von Seeschiffen - die Seediensttauglichkeit - nachweisen. Im Seediensttauglichkeitszeugnis wird die Tauglichkeit eines Seemannes bescheinigt. Das internationale STCW-Übereinkommen schreibt bestimmte Mindestinhalte für ein Seediensttauglichkeitszeugnis vor. Das Muster des deutschen Zeugnisses finden Sie hier.

Deutsche Seediensttauglichkeitszeugnisse entsprechen den internationalen Anforderungen des Seearbeitsübereinkommens (MLC) und des STCW-Übereinkommens. Die Echtheit und Gültigkeit ist jederzeit überprüfbar. Seit dem 1. September 2013 werden dafür neue Zeugnismuster verwendet. Die bis dahin ausgestellten Zeugnisse bleiben weiter gültig.

 

Seediensttauglichkeitsuntersuchungen nur durch zugelassene Ärzte

Die deutschen Seediensttauglichkeitsuntersuchungen dürfen nur durch besonders qualifizierte Ärzte durchgeführt werden. Für die deutschen Untersuchungen hat die BG Verkehr Ärzte im In- und Ausland zugelassen. Die Liste der zugelassenen Ärzte finden Sie hier.


Deutsche und ausländische Seediensttauglichkeit

Seeleute benötigen für ihre Tätigkeit an Bord eines Seeschiffes ein Seediensttauglichkeitszeugnis. Sie können dabei entweder ein deutsches oder ein ausländisches Seediensttauglichkeitszeugnis wählen. Das Zeugnis muss den Vorgaben des STCW-Übereinkommens entsprechen. Das deutsche Seediensttauglichkeitszeugnis entspricht in jedem Fall den STCW-Standards (siehe nächste Punkt), bei ausländischen Zeugnissen kommt es darauf an, ob der jeweilige Flaggenstaat die Vorgaben beachtet hat.

Die Vorteile der deutschen Seediensttauglichkeitsuntersuchungen können Sie hier nachlesen.

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Deutsche Seediensttauglichkeitszeugnisse entsprechen internationalen Vorgaben

Deutsche Seediensttauglichkeitszeugnisse entsprechen den internationalen Anforderungen des Seearbeitsübereinkommens (MLC) und des STCW-Übereinkommens. Seit dem 1. September 2013 werden dafür neue Zeugnismuster verwendet. Die bis dahin ausgestellten Zeugnisse bleiben weiter gültig.
Die bisherigen deutschen Seediensttauglichkeitszeugnisse, die bis Ende August 2013 ausgestellt wurden, enthalten keinen Hinweis, dass sie den internationalen Vorgaben entsprechen. Dies kann zu Problemen bei Hafenstaatkontrollen führen. Mit der nachfolgenden Bescheinigung bestätigen wir, dass die bis zum 31. August 2013 ausgestellten Seediensttauglichkeitszeugnisse mit den Anforderungen des Seearbeitsübereinkommens (MLC) und des STCW-Übereinkommens übereinstimmen.

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Vorteile der deutschen Seediensttauglichkeitsuntersuchungen

Die deutschen Seediensttauglichkeitsuntersuchungen bieten Seeleuten und Reedern viele Pluspunkte:

  • Die Seediensttauglichkeitsuntersuchungen werden ausschließlich durch besonders qualifizierte, erfahrene und regelmäßig geschulte Ärzte durchgeführt. Diese strenge Auswahl der Ärzte sichert eine dauerhaft hohe Untersuchungsqualität. Das Verzeichnis der Ärzte finden Sie hier.
  • Der nach EN ISO 9001 und EMSA zertifizierte Seeärztliche Dienst steuert und beaufsichtigt zentral die jährlich über 20.000 Seediensttauglichkeitsuntersuchungen. Die zugelassenen Ärzte werden regelmäßig vor Ort durch den Seeärztlichen Dienst überprüft.
  • Die Kriterien für die Seediensttauglichkeit sind transparent und nachvollziehbar. Die Anforderungen der ILO/IMO-Leitlinien zur Seediensttauglichkeit werden erfüllt.
  • Bei Untauglichkeit eines Seemanns wird das Seediensttauglichkeitszeugnis eingezogen. Der Seeärztliche Dienst informiert den Reeder, damit kein untauglicher Seemann weiterfährt.
  • Das elektronische Seediensttauglichkeitsverzeichnis verhindert „Ärztehopping“. Sperrvermerke verhindern, dass ein seedienstuntauglicher Seemann sich durch den Besuch bei mehreren zugelassenen Ärzten die Tauglichkeit missbräuchlich erschleicht.
  • In Streitfällen über die Untauglichkeit eines Seemannes entscheidet ein mit Praktikern besetzter Widerspruchsausschuss oder in nächster Instanz das Verwaltungsgericht. Die Rechte der Seeleute werden durch dieses rechtsstaatliche Verfahren gewahrt.
  • Der Seeärztliche Dienst ist die zentrale maritim-medizinische Einrichtung des Bundes. Mit seinem Sitz in Hamburg ist er Ansprechpartner vor Ort für alle Seeleute und Reedereien