Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt
Direktionsbereich Bundespolizei See
Wieksbergstraße 54
23730 Neustadt in Holstein

Piraterie-Präventionszentrum bei der Bundespolizei See

Telefon: +49 45 61 40 71-555
Fax: +49 45 61 40 71-164



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Prävention

Präventionsangebote für deutsche Reedereien

Bei der Bekämpfung der Piraterie spielt die Prävention eine wichtige Rolle. Das Piraterie-Präventionszentrum der Bundespolizei in Neustadt berät Reedereien über Maßnahmen, mit denen erfolgreiche Piraterieangriffe verhindert werden können. Dazu gehören:

  • Risikobewertungen,
  • technische Präventionsmaßnahmen (passive und aktive Abwehr),
  • die Vermittlung wichtiger Verhaltensgrundsätze (z.B. "Best Management Practices"),
  • die praktische Umsetzung von Gefahrenabwehrplänen,
  • Teamtraining und
  • psychologische Vorbereitung der Crews.

Das Piraterie-Präventionszentrum bietet deutschen Reedereien dazu Vorträge, Seminare und Workshops sowie Einzelberatungen und Training an. Unverzichtbar bei der Bekämpfung der Piraterie ist ein ständiger Austausch von Informationen zwischen den beteiligten Behörden und den betroffenen Reedern. Daher hat das Piraterie-Präventionszentrum für einen geschlossenen Nutzerkreis die web-basierte "INFO-Plattform Piraterieprävention" entwickelt. Einen Zugang zu der Plattform können Sie unter dieser Kontaktadresse beantragen:

Kontakt
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Direktionsbereich Bundespolizei See
Piraterie-Präventionszentrum bei der Bundespolizei See
Wieksbergstraße 54
23730 Neustadt in Holstein

24-Stunden-Service:
Tel. : +49 45 61 4071 – 555
Fax : +49 45 61 4071 - 164
E-Mail: bpol.see.ppz@polizei.bund.de

Zusätzliche Informationen und Empfehlungen verschiedener internationaler und nationaler Einrichtungen zur Piraterieprävention finden Sie auf der Website der Bundespolizei.

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Piraterie am Horn von Afrika

Eine Sonderstellung nimmt die Piraterie am Horn von Afrika ein. In diesem Gebiet entführen somalische Piraten Schiffe und halten Besatzungsmitglieder als Geiseln fest. Erst nach Monaten oder gar Jahren lassen die Piraten das Schiff und die Geiseln oft nur gegen Lösegeld in Höhe mehrerer Millionen Dollar wieder frei. Der verbesserte Eigenschutz der Handelsschiffe hat zusammen mit dem Einsatz von Kriegsschiffen vieler Nationen die Piraterie- und Entführungsfälle sehr gemindert. Trotz rückläufiger Piratenangriffe in diesem Seegebiet besteht jedoch weiterhin ein hohes Risiko, dass Schiffe gekapert und Besatzungsmitglieder als Geiseln genommen werden.

Die Internationale Seeschifffahrts-Organisation (IMO) hat in Zusammenarbeit mit der Schifffahrtsindustrie für dieses Seegebiet konkrete Strategien und Verhaltensweisen für Seeleute und Reedereien entwickelt und veröffentlicht. Diese Hinweise, im Englischen "Best Management Practices against Somalia based Piracy"  genannt, sollen Schiffen helfen, Piratenangriffe vor der Küste Somalias, im Golf von Aden und der Arabischen See zu vermeiden, abzuwehren oder auch zu verzögern. Handelsschiffe, die den Golf von Aden und das Seegebiet vor Somalia passieren wollen, sind vor allem rechtzeitig beim Maritime Security Centre – Horn of Africa (MSCHOA) und United Kingdom Maritime Trade Operation (UKMTO) in Dubai zu melden, damit dort die Positionsdaten des Schiffes bekannt sind und im Falle eines Angriffs schnelle militärische Hilfe möglich ist.

Zu den Meldepflichten und -formalien siehe "Meldepflichten" im Zusammenhang mit Piraterie.

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