MARPOL-Zeugnisse und Meeresumweltschutz-Ausrüstung:

Berufsgenossenschaft Verkehrswirtschaft Post-Logistik Telekommunikation (BG Verkehr)
Dienststelle Schiffssicherheit
Brandstwiete 1
20457 Hamburg

Telefon: +49 40 361 37-0
Fax: +49 40 36137-204

Andreas Herold
Telefon: +49 40 36137-258
Fax: +49 40 36137-204



Ordnungswidrigkeiten bei MARPOL-Verstößen:

Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie
Sachgebiet S 41 - Umweltschutz im Seeverkehr
Bernhard-Nocht-Straße 78
20359 Hamburg

E-Mail: marpol@bsh.de

Sabine Reuland
Telefon: +49 40 31 90-74 11
Fax: +49 40 31 90-50 00



Webcode für diesen Inhalt: 16539044

Schadstoffe in verpackter Form (Anlage III)

Beförderung von Schadstoffen in verpackter Form werden in der Anlage III des MARPOL-Übereinkommens geregelt

"Regeln zur Verhütung der Meeresverschmutzung durch Schadstoffe, die auf See in verpackter Form befördert werden" - so lautet der sperrige Titel der Anlage III des MARPOL-Übereinkommens. Dieses Übereinkommen regelt die sichere Beförderung von Schadstoffen in verpackter Form.

Anders als bei schädlichen flüssigen Massengutladungen werden die Schadstoffe in verpackter Form in der Anlage III nicht in Kategorien unterteilt. Eine solche Einstufung in Gattungen wird dagegen im "Internationalen Code für die Beförderung gefährlicher Güter mit Seeschiffen", kurz: IMDG-Code, vorgenommen. Die Anlage III des MARPOL-Übereinkommens muss man daher immer in Kombination mit dem IMDG-Code lesen. Schadstoffe, die nach dem IMDG-Code als Meeresschadstoff ("Marine Pollutant") klassifiziert werden, sind damit auch Schadstoffe nach der Anlage III des MARPOL-Übereinkommens. Meeresschadstoffe sind danach solche Gefahrgüter, die über negative Eigenschaften für die Meeresumwelt verfügen, zum Beispiel:

  • Gefahr für die Tier- und Pflanzenwelt im Wasser,
  • Geschmacksveränderung von Meeresfrüchten oder
  • Anreicherung von Schadstoffen in Meeresorganismen.

In unserer Rubrik "Sicherheit auf See" finden Sie weitere Informationen zum IMDG-Code.

Besondere Kennzeichnung und Verpackung von Meeresschadstoffen

Meeresschadstoffe müssen besonders verpackt, gekennzeichnet und an Bord gestaut werden. Damit soll die Gefahr einer Freisetzung dieser Schadstoffe in die Meeresumwelt verhindert werden. Außerdem können diese Schadstoffe durch die besondere Kennzeichnung bei Bergungsarbeiten nach einem Schiffsunfall besser von nicht-schädlichen Ladungsgütern unterschieden werden.