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ICS-Leitfaden zum Umgang mit COVID-19

Die Internationale Schifffahrtskammer (ICS) hat einen Leitfaden für Schiffsbetreiber herausgebracht. Darin wird erläutert, wie Seeleute geschützt werden können und mit Verdachtsfällen und Erkrankten an Bord umgegangen werden soll.

COVID-19, der sogenannte Coronavirus, hat sich zu einer Pandemie entwickelt. Damit die Seeschifffahrt weiterhin funktionieren kann, sollten Schifffahrtsunternehmen eine Reihe von Maßnahmen ergreifen, um ihre Seeleute zu schützen. In dem aktuellen Leitfaden "Coronavirus (COVID-19) - Guidance for Ship Operators for the Protection of the Health of Seafarers" erläutert die Internationale Schifffahrtskammer ICS die richtigen Schutzmaßnahmen für den neuartigen Virus und wie an Bord zu verfahren ist, wenn es zu einer Erkrankung oder einem Verdachtsfall kommt.

In dem Leitfaden wird erklärt, wie sich Seeleute allgemein vorbeugend schützen sollten, insbesondere die hygienischen Vorbeugemaßnahmen wie regelmäßiges Händewaschen und das Einhalten der Husten- und Niesetikette (Taschentuch oder Armbeuge). ICS stellt auf ihrer Website und in Anhang A des Leitfadens verschiedene Poster zum Aushang an Bord von Schiffen zur Verfügung, welche von Betreibern von Schiffen als Informationsmaterial für Fahrgäste und Seeleute verwenden können. Die Besatzung sollte darüber informiert sein, wie Erkrankungs- und Verdachtsfälle erkannt und auf sie zu reagieren ist. Dafür sollte auch ein Managementplan für den Fall eines Ausbruchs an Bord entwickelt werden.

Poster ICS Covid-19

Der Leitfaden gibt ebenfalls wichtige Hinweise für die Personen, die an Bord für die medizinische Versorgung zuständig sind. Denn der Eigenschutz mit persönlicher Schutzausrüstung, die wirksame Isolierung und Desinfektion sowie die kompetente Betreuung des Patienten müssen gleichsam gewährleistet werden.

Im Leitfaden werden drei Gruppen im Zusammenhang mit einer Eindämmung des Ausbruchspotenzials angegeben: Erkrankte, Verdachtsfälle und Menschen, die in nahem Kontakt mit Erkrankten standen. Jeder Verdachtsfall muss vom Kapitän dem nächsten Anlaufhafen gemeldet werden und der Virus in einem Labor nachgewiesen werden. Die weiteren Maßnahmen sind im Leitfaden dargestellt.

Bevor Personen an Bord eines Schiffes gehen, sollte deren Gesundheitszustand überprüft werden. Dazu kann der Fragebogen in Anlage B verwendet werden. Grundsätzlich gilt, dass Menschen, die sich in einem der als Risikogebiete benannten Länder/Regionen aufgehalten haben, eine 14-tägige Isolation untergehen sollten. Dazu hat auch die Hansestadt Hamburg eine offizielle "Regelung für Einreisende und Rückkehrende aus Risikoregionen" bekanntgegeben.

Trotz aller bestehenden Vorkehrungen an Bord kann es in Häfen zu Einfahrtsbeschränkungen, anderen Einschränkungen bei Crewwechsel und Ladungsumschlag oder allgemein zu Verzögerungen kommen. In dem Leitfaden wird auch auf diesen Umstand eingegangen und ein Link zu einer regelmäßig aktualisierten Karte der Maßnahmen der Hafenstaaten gegeben.