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FAQ zum Coronavirus

Auch wir als Deutsche Flagge tragen Verantwortung, um die weitere Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen. Wir haben daher beschlossen, Schiffsbesichtigungen auf ein Minimum zu reduzieren und vorübergehend Zeugnisse auch ohne vor-Ort-Kontrolle auszustellen. Für Seeleute gibt es Erleichterungen bei Befähigungszeugnissen und -nachweisen. Die wichtigsten Informationen dazu finden Sie in unserem offiziellen Statement der Deutschen Flagge.

In unseren nachfolgenden FAQ beantworten wir alle wichtigen Fragen zu den Folgen von COVID-19 für Seeleute und Reedereien. Wenn Sie weitere Fragen haben, mailen Sie uns gerne unter feedback@deutsche-flagge.de

Der Seeärztliche Dienst der BG Verkehr gibt Seeleuten und Reedern folgende Tipps, wie man sich vor dem Virus schützt und was bei Verdachtsfällen zu tun ist:

  1. Das vor kurzem neu veröffentlichte "Medizinische Handbuch See" des Seeärztlichen Dienstes der BG Verkehr enthält konkrete Empfehlungen für Hygienemaßnahmen bei der Behandlung von möglicherweise infizierten Personen an Bord. Dazu gehören unter anderem:
    • Beim Behandler:
      • Eigenschutz durch das Tragen der an Bord befindlichen persönlichen Schutzausrüstung (PSA) wie Untersuchungshandschuhe, OP-Mundnasenschutz, Einmal-Schürze
      • Händehygiene mit dem viruziden Händedesinfektionsmittel (Nr. 18.01 der deutschen Bordapotheke) zum Vermeiden der Krankheitserreger-Übertragung
    • Beim Patienten:
      • Isolationsmaßnahmen von infizierten oder infektionsverdächtigen Personen und deren Kontaktpersonen
    • Räumlichkeiten an Bord:
      • Hygienemaßnahmen der medizinisch genutzten Räume und Einrichtungen
    • Die notwendigen Informationen zum Verfahren der Kontaktaufnahme mit dem Funkärztlichen Beratungsdienst und der Zusammenarbeit mit den Hafenärztlichen Diensten einschließlich vorgeschriebener Meldeverfahren sind ebenfalls im "Medizinischen Handbuch See" enthalten. Das "Medizinische Handbuch See" ist beim Dingwort-Verlag bestellbar (https://dingwort-verlag.de/medizin/). Die englische Version des Handbuches erscheint im Frühjahr.
  2. Bei Verdachtsfällen kontaktieren Sie bitte frühzeitig den Funkärztlichen Beratungsdienst Cuxhaven, der Ihnen weitere Hinweise zur Behandlung der erkrankten Person geben kann.
  3. Die Arbeitsgruppe "EU Healthy Gateways joint action consortium" hat auf europäischer Ebene vorläufige Empfehlungen für Reedereien zum Umgang mit dem Coronavirus zusammengestellt (auf Englisch). Die Seiten 2-8 der "Interim Advice for ship operators" enthalten konkrete Empfehlungen für Kreuzfahrtschiffe, die Seiten 9 bis 11 für Frachtschiffe.
  4. Bei einem Verdachtsfall auf einem Schiff, das einen deutschen Hafen anläuft, kontaktieren Sie bitte bereits vor dem Anlaufen den zuständigen Hafenärztlichen Dienst. Die Fachleute dort informieren Sie dann über die weiteren Maßnahmen. Die Kontaktdaten der für deutsche Häfen zuständigen Hafenärztlichen Dienste finden Sie auf der Website der Freien und Hansestadt Hamburg.
  5. Aktuelle und ausführliche Informationen über das Coronavirus im Allgemeinen finden Sie auf der Website des Robert Koch-Institutes, der zentralen Einrichtung der Bundesregierung auf dem Gebiet der Krankheitsüberwachung und -prävention, sowie auf der Website der Weltgesundheitsorganisation WHO.
  6. Aktuelle Reisehinweise zu Ländern, in denen das Coronavirus aufgetreten ist, finden Sie auf der Website des Auswärtigen Amtes.

Informationen über die richtige Hygiene und Maßnahmen bei einem Verdachtsfall oder Erkrankung an Bord finden Sie unter anderem:

Nein. Nach den Empfehlungen des Robert Koch-Institutes (RKI) sollen Tests nur bei Krankheitssymptomen zur Klärung der Ursache durchgeführt werden. Wenn man gesund ist, sich aber noch in der Inkubationszeit befindet (kann bis zu 14 Tage betragen), sagt ein negativer Test auf COVID-19 nach Angaben des RKI nichts darüber aus, ob man doch noch krank werden kann. Zudem werden die Laborkapazitäten unnötig belastet (Quelle: www.rki.de/SharedDocs/FAQ/NCOV2019/FAQ_Liste.html).

Wegen der spezifischen Besonderheiten der Seeschifffahrt empfehlen wir Reedereien, ihren Betriebsarzt zu kontaktieren. Wichtig ist auf jeden Fall, dass sich Seeleute vor ihrem Einstieg an Bord an die Auflagen der Bundesregierung und der Bundesländer zur Kontaktsperre gehalten haben.

Deutsche Seediensttauglichkeitszeugnisse mit einer regulären Laufzeit von zwei Jahren (sowie ein Jahr bei jugendlichen Besatzungsmitgliedern), die seit dem 1.1.2020 abgelaufen sind oder demnächst ablaufen, werden automatisch bis zum 30. Juni 2020 verlängert. Diese generelle Verlängerung ist in einem offiziellen Statement der Deutschen Flagge veröffentlicht worden. Wir werden spätestens im Juni 2020 entscheiden, ob dann noch eine weitere Verlängerung erforderlich ist.

Nein, bei Ihnen liegen Gesundheitsstörungen vor, die einer Kontrolle bedürfen, um Sie nicht zu gefährden. Bitte kontaktieren Sie Ihre zugelassene Ärztin/Ihren zugelassenen Arzt.

Grundsätzlich ja. Jede/r zugelassene Arzt/Ärztin entscheidet aber selbst, ob er Seediensttauglichkeitsuntersuchungen durchführt. Da einige Ärzte/Ärztinnen den Untersuchungsbetrieb eingestellt haben, vereinbaren Sie bitte vorher mit der Praxis einen Untersuchungstermin.

Derzeit brauchen Sie bis zum 30. Juni 2020 keinen medizinischen Wiederholungslehrgang zu besuchen. Diese generelle Verlängerung ist in einem offiziellen Statement der Deutschen Flagge veröffentlicht worden. Wir werden spätestens im Juni 2020 entscheiden, ob dann noch eine weitere Verlängerung erforderlich ist.

Im aktuellen Stand der medizinischen Erkenntnisse wurde die Behandlung von Infektionskrankheiten, auch mit Auswirkungen auf das Atemsystem, berücksichtigt. Spezielle Medikamente gegen eine Corvid 19 Infektion gibt es bisher nicht.

Apotheken können trotz des EU-Exportstopps weiterhin deutschflaggige Seeschiffe mit der vorgeschriebenen medizinischen Schutzausrüstung beliefern (vgl. Antwort zur nachfolgenden Frage).

Nein, die aktuellen Exportbeschränkungen für medizinische Schutzausrüstung durch die Verordnung (EU) 2020/402 betreffen nicht die medizinische Ausstattung von Seeschiffen. Das hat die EU-Kommission in einem Schreiben vom 23. März 2020 an den Verband Deutscher Reeder klargestellt (vgl. unsere aktuelle Nachricht dazu).

Deutsche Befähigungszeugnisse und –nachweise und Qualifikationsnachweise, die vor dem 01.09.2020 ablaufen, erhalten eine generelle Gültigkeitsverlängerung um 6 Monate. Diese generelle Verlängerung ist in einem offiziellen Statement der Deutschen Flagge veröffentlicht worden.

Die Gültigkeit aller Anerkennungsvermerke, die vor dem 01.09.2020 ablaufen, wird generell um bis zu 6 Monate verlängert. Die Verlängerung der Gültigkeit der Anerkennungsvermerke erfolgt im Einklang mit den im Zusammenhang mit der Corona-Krise getroffenen Maßnahmen der jeweiligen zeugniserteilenden Verwaltung. Diese generelle Verlängerung ist in einem offiziellen Statement der Deutschen Flagge veröffentlicht worden.

Nein, die Gültigkeitsverlängerung um 6 Monate erfolgt generell, ein individueller Antrag ist nicht erforderlich. Diese generelle Verlängerung ist in einem offiziellen Statement der Deutschen Flagge veröffentlicht worden.

Ja, es wird sogar ausdrücklich darum gebeten, entsprechende Anträge auf reguläre Gültigkeitsverlängerung für 5 Jahre zu stellen. Die Anträge werden weiterhin entgegengenommen und bearbeitet, soweit es die gegenwärtige Situation zulässt.

Wenn Ihr Zeugnis demnächst abläuft und Sie für einen Wiederholungslehrgang oder eine vereinfachte Funkprüfung angemeldet waren, dieser/e aber wegen COVID-19 nicht stattfindet, dann reichen Sie Ihren Antrag wie gewohnt ein, zusammen mit der Anmeldung zum Wiederholungslehrgang und/oder zur vereinfachten Funkprüfung und der Absage des Lehrgangs. Wenn alle anderen Anforderungen erfüllt sind, wird Ihr Zeugnis dann regulär um 5 Jahre verlängert, und Sie werden aufgefordert, den Nachweis des durchgeführten Wiederholungslehrgangs und/oder der vereinfachten Funkprüfung innerhalb von 6 Monaten nachzureichen. Diese grundsätzliche Festlegung ist in einem offiziellen Statement der Deutschen Flagge veröffentlicht worden.

Zur erstmaligen Erteilung eines Zeugnisses müssen alle vorgeschriebenen Sicherheitslehrgänge absolviert werden. Hier ist aus Sicherheitsgründen keine Ausnahme möglich.

Zur erstmaligen Erteilung eines Befähigungszeugnisses, Befähigungsnachweises oder Qualifikationsnachweises müssen für den Einsatz an Bord in entsprechender Funktion alle vorgeschriebenen Lehrgänge absolviert werden (Schiffsdienst auf Tankschiffen, Fahrgastschiffen, IGF-Schiffen, in polaren Gewässer, Grundausbildung in der Gefahrenabwehr SRT, Gefahrenabwehrbeauftragter SSO). Hier ist keine Ausnahme möglich.

Eigentlich fällige Besichtigungen zum Erneuern von Schiffszeugnissen für Seeschiffe unter deutscher Flagge können aufgeschoben werden, wenn diese Renewal-Besichtigungen wegen der Corona-Pandemie derzeit nicht möglich sind. In diesem Fall stellt die deutsche Flaggenstaatverwaltung elektronische Kurzzeit-Zeugnisse (short terms) mit einer Gültigkeit von drei Monaten aus. Betroffene Reedereien wenden sich dazu bitte per mail an die BG Verkehr (certificates@bg-verkehr.de; für Seearbeitszeugnisse: mlc@bg-verkehr.de, für das SMC: ism@bg-verkehr.de) oder an das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie.

Ja, die Schiffszeugnisse bleiben ausnahmsweise gültig; die vorgeschriebene jährliche oder regelmäßige Besichtigung kann bis zum 30. Juni 2020 aufgeschoben werden. Allerdings darf dabei das Besichtigungsfenster der Jahresbesichtigung um nicht mehr als drei Monate überschritten werden.

Beim Safety Management Certificate (SMC) nach dem ISM-Code gilt:
Wird nach dem Ausschöpfen des einjährigen Auditfensters erkennbar, dass ein Zwischenaudit nicht mehr durchgeführt werden kann, wenden sich bitte die betroffenen Reedereien an die Dienststelle Schiffssicherheit der BG Verkehr unter: ism@bg-verkehr.de.

Interne Sicherheitsmanagementaudits an Bord nach Punkt 12.1 des ISM-Codes müssen grundsätzlich in Abständen von höchstens zwölf Monaten durchgeführt werden, in begründeten Ausnahmefällen darf dieses Intervall um höchstens drei Monate überschritten werden. Ist ein Audit wegen der derzeitigen Corona-Schutzmaßnahmen auch in diesem Verlängerungszeitraum nicht möglich, kann die interne Überprüfung über die endgültige Frist hinaus verschoben werden, wenn:

  • die Überprüfung bei der nächsten sicheren und geeigneten Gelegenheit durchgeführt wird und
  • der Grund für die Verschiebung im Schiffstagebuch ordnungsgemäß dokumentiert wird.

Die Deutsche Flagge (Dienststelle Schiffssicherheit der BG Verkehr) ist damit einverstanden, wenn ausnahmsweise die Schiffsführung diese Überprüfung nach den internen Richtlinien des Unternehmens durchführt.

Kontaktieren Sie bitte:

wenn lokale Behörden im Ausland die Ablösung und den Crew-Wechsel auf Seeschiffen unter deutscher Flagge wegen des Corona-Virus erschweren oder verhindern sollten. Deutschland hat ein Netzwerk von über 200 Botschaften und Generalkonsulaten sowie rund 330 Honorarkonsuln, das Deutschen im Ausland hilft. Diese Unterstützung ist allerdings begrenzt, da die Gesetze des jeweiligen ausländischen Staates beachtet werden müssen.

Weitere wichtige Information zu Reisen in Zeiten des Corona-Virus finden Sie auf der Website des Auswärtigen Amtes: https://www.auswaertiges-amt.de/de/service/buergerservice-faq-kontakt

Normalerweise haben Seeleute in ihrer dienstfreien Zeit einen Anspruch auf Landgang (§ 35 Seearbeitsgesetz), wenn die Sicherheit des Schiffes und die Sicherheit der Besatzungsmitglieder dies zulassen. Dafür benötigen Seeleute jeweils die Erlaubnis des Kapitäns oder in dessen Vertretung des zuständigen Vorgesetzten (§ 34 Seearbeitsgesetz). Der Anspruch auf Landgang entfällt derzeit, wenn:

  • Gesundheits- oder andere Behörden des Hafenstaates den Landgang im Rahmen ihrer COVID-19-Schutzmaßnahmen untersagen oder
  • der Kapitän die Sicherheit seines Schiffes und die seiner Besatzungsmitglieder durch den Corona-Virus gefährdet sieht.

Normalerweise sollen die Urlaubswünsche der Seeleute bei der Urlaubsplanung durch die Reederei berücksichtigt werden. Auch soll der Urlaub möglichst nach sechsmonatigem ununterbrochenem Dienst an Bord, spätestens bis zum Schluss des Beschäftigungsjahres, genommen werden (§ 58 Seearbeitsgesetz). Wenn aber derzeit wegen der Corona-Pandemie beispielsweise aufgrund nationaler oder anderer Schutzmaßnahmen in den jeweiligen Häfen eine sichere Ablösung nicht möglich ist, muss ein Besatzungsmitglied auch über die sechs Monate hinaus an Bord Dienst leisten. Möglicherweise bestehen abweichende Tarifvereinbarungen – hier ist eine Lösung mit den Tarifpartnern anzustreben.

Ja, wegen der Corona-Pandemie ist es derzeit ausnahmsweise zulässig, dass Seeleute länger als 12 Monate an Bord bleiben dürfen. Nach § 57 Seearbeitsgesetz müssen Reedereien ihren Seeleuten den Urlaub eigentlich bis zum Ende des Beschäftigungsjahres gewähren. Auf Grund der derzeitigen Reiseeinschränkungen können Reedereien ihre Seeleute nicht immer rechtzeitig vor Ablauf der befristeten Heuerverträge sicher heimschaffen. Um den sicheren Schiffsbetrieb aufrechtzuerhalten, ist es unter folgenden Voraussetzungen ausnahmsweise zulässig, dass Seeleute länger als 12 Monate an Bord verbleiben:

  1. Die betroffenen Besatzungsmitglieder müssen einzeln zustimmen, dass sie länger an Bord verbleiben, als in ihrem Heuervertrag vorgesehen.
  2. Die befristeten Heuerverträge müssen verlängert oder erneuert werden, damit Seeleute immer einen gültigen Heuervertrag haben.
  3. Bei der Verlängerung oder Erneuerung der Heuerverträge sind ggfs. Vorgaben aus dem geltendem Tarifvertrag zu berücksichtigen. Nach Möglichkeit sollte ein Gesamtzeitraum an Bord von 14 Monaten nach erstmaligen Dienstantritt nicht überschritten werden.
  4. Die Reederei muss die sichere Heimschaffung der Besatzungsmitglieder bei der nächstmöglichen Gelegenheit sicherstellen.

Bei der Heimschaffung nach einer außerordentlichen Kündigung durch ein Besatzungsmitglied ist der Reeder verpflichtet, dem Besatzungsmitglied seinen Pass/Ausweispapiere auszuhändigen und die Heimschaffung zu organisieren (§ 76 Seearbeitsgesetz). Wegen der Corona-Pandemie kann es aber zu Verzögerungen bei der Organisation der Heimschaffung durch den Reeder kommen. Solche Verzögerungen müssen von Seeleuten hingenommen werden, wenn sie durch die Virus-Schutzmaßnahmen in den Häfen verursacht werden.

Interne Sicherheitsmanagementaudits an Bord nach Punkt 12.1 des ISM-Codes müssen grundsätzlich in Abständen von höchstens zwölf Monaten durchgeführt werden, in begründeten Ausnahmefällen darf dieses Intervall um höchstens drei Monate überschritten werden. Ist ein Audit wegen der derzeitigen Corona-Schutzmaßnahmen auch in diesem Verlängerungszeitraum nicht möglich, kann die interne Überprüfung über die endgültige Frist hinaus verschoben werden, wenn:

  • die Überprüfung bei der nächsten sicheren und geeigneten Gelegenheit durchgeführt wird und
  • der Grund für die Verschiebung im Schiffstagebuch ordnungsgemäß dokumentiert wird.

Die Deutsche Flagge (Dienststelle Schiffssicherheit der BG Verkehr) ist damit einverstanden, wenn ausnahmsweise die Schiffsführung diese Überprüfung nach den internen Richtlinien des Unternehmens durchführt.

Von den vorhandenen Verfahren des eigenen Sicherheitsmanagementsystems – und damit auch von einzelnen SOLAS-Vorgaben - kann bis auf weiteres abgewichen werden, um die Anzahl der gleichzeitig an einer Übung oder Schulung teilnehmenden Besatzungsmitglieder so gering wie nötig zu halten. Dafür ist es notwendig, dass

  • eine themengleiche alternative Aus- oder Weiterbildung erfolgt,
  • die Gründe für das Abweichen im Schiffstagebuch respektive Sicherheitsmanagementsystem dokumentiert werden.

Die entsprechenden Schiffssicherheitszeugnisse behalten ihre Gültigkeit, wenn Unternehmen wegen des Corona-Virus keine Wartungsarbeiten z. B. an Rettungsinseln durchführen können. Die Wartung sollte möglichst bis zum 30.06.2020 nachgeholt werden. Schiffsbetreiber können angesichts der besonderen Situation eine Wartungsverlängerung für Rettungsflöße bei der Dienststelle Schiffssicherheit der BG Verkehr (nautik@bg-verkehr.de) beantragen.

Alle Reedereien, die Reisende auf Seeschiffen aus dem Ausland nach Deutschland transportieren, müssen diesen bei der Ankunft Verhaltenshinweise zur Corona-Krankheitsvorsorge geben. Das hat das Bundesgesundheitsministerium in einer Anordnung festgelegt.

Deutschland hat seit dem 16. März 2020 alle regelmäßigen Besichtigungen im Rahmen der Hafenstaatkontrolle auf Schiffen unter ausländischer Flagge eingestellt, um die die Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen. Nur in Notfällen - bei Zusammenstößen oder Aufgrundlaufen von Schiffen - wird die BG Verkehr Besichtigungen durch ein "Incident Team" der Hafenstaatkontrolle durchführen.

Angesichts der derzeitigen Corona-Pandemie akzeptiert die BG Verkehr bei ihren Hafenstaatkontrollen in deutschen Häfen bis zum 30. Juni 2020 auch solche ausländischen Schiffszeugnisse und Zeugnisse für Seefahrer, die nach dem 1. Januar 2020 abgelaufen sind. Eine umfangreiche Besichtigungstätigkeit der jeweiligen Flaggenstaaten zum Verlängern oder Erneuern von Zeugnissen wäre nicht vereinbar mit dem derzeitigen wichtigsten Ziel, die weitere Verbreitung des Corona-Virus einzudämmen.

Es werden bis auf Weiteres auch Unterlagen per E-Fax akzeptiert.

Dann können die Unterlagen bis auf Weiteres als pdf per Mail eingereicht werden. Das BSH behält sich die Nachforderung der Unterlagen im Original vor.