Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie
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Nationaler Seeverkehr

Im Jahr 2007 hat der VDR gemeinsam mit dem BSH einen Gefahrenabwehrplan für Schiffe in der „nationalen Fahrt“ (NSSP) als Grundsicherung ausgearbeitet. Da diese Schiffe (ausgenommen Fahrgastschiffe der Klasse A gem. Art. 4 Abs. 1 Richtlinie 98/18/EG des Rates) gegenwärtig nicht den internationalen Vorschriften nach SOLAS Kapitel XI-2, ISPS-Code unterliegen, ist die Verwendung des NSSP nicht vorgeschrieben.

Das BSH empfiehlt gleichwohl Fahrgastschiffen sowie Schiffen mit einer BRZ von 500 oder mehr, auch in der nationalen Fahrt eine Grundsicherung gegen Angriffe von außen vorzunehmen. Der NSSP ist hierfür eine solide Grundlage. In der Vergangenheit hat das BSH angeboten, einen von einer Reederei ausgefüllten NSSP fachlich zu prüfen. Diese fachliche Sichtung durch das BSH sowie die Empfehlungen, die daraus resultierten, waren und bleiben unverbindlich.

Das Muster des NSSP wird durch das BSH zusammen mit dem VDR aktuell gehalten. Das BSH steht für Beratungsdienstleistungen zur Verfügung. Wir weisen jedoch darauf hin, dass die Verantwortung für die Aktualisierung der konkreten Gefahrenabwehrpläne, die auf der Grundlage des Muster-NSSP von der Reederei ausgearbeitet werden, bei der Reederei verbleibt.

Hier finden Sie das Muster eines Standardplanes.

Im nationalen Seeverkehr kann auf die umfangreiche Fortbildung von Gefahrenbeauftragten (CSO/SSO) inklusive Befähigungsnachweisen verzichtet werden. Es wird jedoch dringend empfohlen, die Schiffsbesatzung in die neuen Maßnahmen einzuweisen und einen Gesamtverantwortlichen zu benennen. Die Verifikation durch eine Klassifikationsgesellschaft ist nicht erforderlich.

bild nationaler seeverkehr