Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

Sie sind hier: Startseite / Bau und Ausrüstung / Schiffsausrüstung / Zugelassene Schiffsausrüstung
Notfall an Bord
Aktuelles
Schiffszeugnisse
Ansprechpartner
 

Zugelassene Schiffsausrüstung

 

Benannte Stellen sind zuständig für Zulassung von Schiffsausrüstung

Seit dem Inkrafttreten der Schiffsausrüstungsrichtlinie zum 01. Januar 1999 müssen Hersteller für Schiffsausrüstung aus dem Anhang A.1 der Richtlinie ein EG-Konformitätsbewertungsverfahren (bestehend aus einer Kombination der Module  B + D, B + E, B + F oder G) durchführen. Damit weist der Hersteller nach, dass er die Anforderungen der Richtlinie eingehalten hat. Die Schiffsausrüstung muss von einer Benannten Stelle (notified body) mit einem EU-Baumuster Zertifikat (Modul B) sowie einem Zertifikat eines der QM-Module (D, E, F) oder nach Modul G zugelassen werden. Zulassungen durch eine Benannte Stelle haben EU-weit Gültigkeit.


Benannte Stellen für Konformitätsbewertung von Schiffsausrüstung in Deutschland:

  • Prüf- und Zertifizierungsstelle der Berufsgenossenschaft Verkehrswirtschaft Post-Logistik Telekommunikation (BG Verkehr) - Kennnummer 0736 - für Rettungsmittel, Anlagen zur Verhütung der Meeresverschmutzung und Brandschutzausrüstung (Module B, D, E, F,G)
  • DNV GL SE - Kennnummer 0098 (www.dnvgl.com)
    für Rettungsmittel, Anlagen zur Verhütung der Meeresverschmutzung, Navigationsausrüstung, Brandschutzausrüstung, Funkausrüstung,  Ausrüstung nach COLREG 72 und Ausrüstung nach SOLAS-Kapitel II-1 (Module B, C, E, F, G)
  • Phoenix Testlab GmbH - Kennnummer 0700 (www.phoenix-testlab.de)
    für Navigationsausrüstung und Funkausrüstung (Module B,D,E,F.G)

 

EU-Datenbank der EU-zertifizierten Schiffsausrüstung

Seit dem 4. Februar 2002 wird von der Organisation der Benannten Stellen MarED ("The Group of Notified Bodies for the Implementation of the Marine Equipment Directive") im Auftrag der EU-Kommission die Produkt-Datenbank MarED gepflegt, in der nach der Europäischen Schiffsausrüstungs-
richtlinie
zugelassene Schiffsausrüstung gespeichert wird. Nach einer Registrierung auf www.mared.org können Sie sich ausführlich und kostenlos informieren. Sie finden dort unter anderem:

  • Hersteller, Produktinformationen, Zulassungsinformationen und zulassende Stelle,
  • die Richtlinien selbst sowie alle bisher in Kraft getretenen Änderungen in englischer Sprache,
  • den jeweils aktuellen Anhang A.1 mit der Schiffsausrüstung, die auf den Schiffen eines Mitgliedslandes entsprechend der Schiffsausrüstungsrichtlinie zugelassen sein muss.

(nach oben)

 

 

    Nationale Zulassungen von Schiffsausrüstung

    Für zulassungspflichtige Schiffsausrüstung, die nicht im Anhang A.1 der Schiffsausrüstungsrichtlinie aufgeführt ist, werden nationale Zulassungen erteilt. Nationale Zulassungen anderer EU-Mitgliedsstaaten werden anerkannt, wenn sie dem internationalen Regelwerk entsprechen. National zugelassene Schiffsausrüstung finden Sie in folgenden Listen oder bei folgenden Stellen:

    • Schiffsausrüstung für die Seeschifffahrt mit Zulassung vom BSH (ab 1. Januar 1999 zugelassen)
      Bis zum 28. Februar 2009 war das BSH als Benannte Stelle für EU-Zulassungen zuständig, und zwar für Rettungsmittel, Navigations- und Funkausrüstung sowie Ausrüstung nach COLREG 72. Am 1. März 2009 ist diese Benennung vom BSH auf BSH-Cert übergegangen. Zum 31. Dezember 2015 hat das BSH diese Arbeit als Benannte Stelle eingestellt.

      Diese Liste enthält alle Schiffsausrüstung, die das BSH seit dem 1. Januar 1999 für die Seeschifffahrt zugelassen hat. Bis zum 28. Februar 2009 waren das sowohl EU-Zulassungen als auch nationale Zulassungen; seit dem 1. März 2009 sind das nur noch nationale Zulassungen. Die Liste (komprimierte Datei, z.B. mit WinZip entpacken) ist eine Excel-Tabelle, die Sie nach eigenen Anforderungen formatieren können.
    • Schiffsausrüstung für die Seeschifffahrt mit nationaler Zulassung vom BSH (bis einschließlich 31. Dezember 1998 zugelassen)
      Diese Liste erhalten Sie auf Anfrage beim BSH.
    • Funkausrüstung (bis einschließlich 31. Dezember 1998 zugelassen)
      Auskunft dazu erteilt die Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen, Außenstelle Hamburg (www.bundesnetzagentur.de).

    (nach oben)

     

    Zulassung von Ballastwasser-Behandlungssystemen

    In Deutschland ist das BSH zuständig für Maßnahmen zur Verhütung der Verbreitung fremder Organismen durch Schiffe und somit auch für die Zulassung von Ballastwasser-Behandlungssystemen.

    Im Juni 2008 erteilte das BSH nach Abschluss eines umfassenden Prüfungs- und Genehmigungsprozesses die weltweit erste Typengenehmigung für ein Ballastwasser-Behandlungssystem, das unter Verwendung von aktiven Substanzen arbeitet.

    Hier finden Sie weitere Informationen zur Zulassung von Ballastwasser-Behandlungsanlagen.

    (nach oben)