MARPOL-Zeugnisse und Meeresumweltschutz-Ausrüstung:

BG Verkehr / Dienststelle Schiffssicherheit
Referat Maschine
Brandstwiete 1
20457 Hamburg


Holger Steinbock
Telefon: +49 40 36137-217
Fax: +49 40 36137-204
E-Mail: maschine@bg-verkehr.de


Jörg Heuckeroth
Telefon: +49 40 361 37-231
Fax: +49 40 361 37-204
Mobil: +49 171 50 57 038
E-Mail: maschine@bg-verkehr.de



Ordnungswidrigkeiten bei MARPOL-Verstößen:

Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie
Sachgebiet S 41
Bernhard-Nocht-Straße 78
20359 Hamburg

Katrin Ewert
Telefon: +49 40 31 90 74 10
Fax: +49 40 31 90 5000
E-Mail: marpol@bsh.de

Emissionsbegrenzung

Die Internationale Seeschifffahrts-Organisation IMO hat angesichts der gesundheitlichen Folgen von zu hohen Schwefelgehalten in der Luft beschlossen, die Umsetzung ihrer SOX-Verringerungspläne vorzuverlegen. Ab dem 1. Januar 2020 müssen Reedereien für alle ihre Schiffe einen Schwefel-Grenzwert von 0,50 % im Schiffstreibstoff einhalten. Die EU hat darüberhinausgehend für Fahrgastschiffe im EU-Linienverkehr noch vor 2020 einen Grenzwert von 1,50 % eingeführt. Außerdem gilt in allen EU-Häfen ein Grenzwert von 0,10 %.

Das Einhalten der Schwefelgrenzwerte wird unter anderem bei Hafenstaatkontrollen überprüft. Schiffe, die deutsche Häfen anlaufen, für die aber kein schwefelarmer Schiffskraftstoff verfügbar war, sollten vorab das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) informieren.

Emissions-Überwachungsgebiete (SECAs)

Zusätzlich zu den weltweit geltenden Schwefelgrenzwerten hat die IMO die Nord- und die Ostsee zu Schwefelemissions-Überwachungsgebieten, sogenannten SECAs (Sulphur Emission Control Areas), ernannt. In diesen Seegebieten darf der Schwefelgehalt im Brennstoff der dort verkehrenden Schiffe nur bei maximal 0,10% liegen. Mit dieser Vorgabe sollen die Schwefelemissionen durch die Seeschifffahrt verringert und die Luftqualität in den Häfen und Küstenmeeren verbessert werden.

Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) betreibt Messstationen an den Küsten der Nord- und Ostsee, mit denen es das Einhalten der SECA-Grenzwerte durch vorbeifahrende Schiffe kontrolliert. Ergeben die Messungen einen Verstoß gegen die Schwefel-Grenzwerte, informiert das BSH in Nahe-Echtzeit die zuständige Wasserschutzpolizei, die dann weitere Ermittlungen einleitet. Verstöße werden dann durch das BSH als Ordnungswidrigkeiten geahndet, sofern es sich nicht sogar um strafrechtlich relevante Luftverschmutzungen handelt. Erfreulicherweise verwenden 99 Prozent der erfassten Schiffe regelkonformen Treibstoff.

Auch in den nordamerikanischen Seegebieten einschließlich Hawaii sowie in der Karibik unter US-Verwaltung ist im Bereich von 200 Seemeilen Abstand zur Küste ein maximaler Schwefelgehalt von 0,10% im Schiffsbrennstoff vorgeschrieben (Emissions-Überwachungsgebiet, kurz: ECA). Zusätzlich gelten strengere Anforderungen an Stickoxidemissionen (NOX) für neue Schiffe ab 2016. 

(nach oben)

Karte ECA-Gebiete © Reederei Hamburg Süd