MARPOL-Zeugnisse und Meeresumweltschutz-Ausrüstung:

Berufsgenossenschaft Verkehrswirtschaft Post-Logistik Telekommunikation (BG Verkehr)
Dienststelle Schiffssicherheit
Brandstwiete 1
20457 Hamburg

Referat Maschine

Holger Steinbock
Telefon: +49 40 36137-217
Fax: +49 40 36137-204

Dieter Reiss
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Fax: + 49 40 361 37-204
Mobil: +49 171 505 70 33



Ordnungswidrigkeiten bei MARPOL-Verstößen:

Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie
Sachgebiet S 41 - Umweltschutz im Seeverkehr
Bernhard-Nocht-Straße 78
20359 Hamburg

E-Mail: marpol@bsh.de

Sabine Reuland
Telefon: +49 40 31 90-74 11
Fax: +49 40 31 90-50 00



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Ölverschmutzung (Anlage I)

Schutz vor Ölverschmutzungen durch die Anlage I des MARPOL-Übereinkommens

Die Internationale Schifffahrtsorganisation IMO hat sich zum Ziel gesetzt, den Transport von Rohöl und Ölprodukten durch Tankschiffe sicher und umweltfreundlich zu gestalten. Der Schiffsicherheitsausschuss der IMO hat für Öltanker in der Anlage I des Internationalen Übereinkommens zur Verhütung von Meeresverschmutzung (MARPOL) international geltende Regeln festgelegt.

Inhaltlicher Schwerpunkt der Anlage I des MARPOL-Übereinkommens sind die Vorschriften zum Schiffbau und zur Ausrüstung von Öltankern. Diese Anforderungen stehen im engen Zusammenhang mit den Vorgaben zur Leckstabilität von Öltankern. Im Schadensfall muss wegen der Folgen einer Gewässerverschmutzung durch Öl unbedingt vermieden werden, dass ein Tanker sinkt.

Doppelhüllentanker sorgen für Sicherheit im Seeverkehr

Einen entscheidenden Sicherheitsgewinn bringt die Doppelhülle von Öltankern. Doppelhüllentanker sind Schiffe, die über zwei Außenhüllen verfügen. Sollte eine Außenhülle bei einer Kollision oder bei einer Grundberührung aufgerissen werden, sorgt die zweite Hülle dafür, dass kein Öl austreten kann. Nach der Regel 19 der Anlage I des MARPOL-Übereinkommens müssen alle neu gebauten Tankschiffe über eine Doppelhülle verfügen. Auch vorhandene Tankschiffe ab dem Baujahr 1996 müssen mit einer Doppelhülle ausgerüstet sein, wobei es je nach Alter und Größe des Schiffes Übergangsregelungen gibt. Für die Häfen der USA und der Europäischen Union gelten noch strengere Vorschriften: Seit 1996 dürfen keine Einhüllen-Tankschiffe mehr US-Häfen anlaufen, seit dem 1. Januar 2010 auch keine Häfen der Europäischen Union. In anderen Fahrtgebieten sind dagegen noch begrenzte  Ausnahmeregelungen unter der Auflage von verkürzten Besichtigungsintervallen möglich. Die Doppelhüllenkonstruktion schützt nicht nur die marine Umwelt, sondern hilft auch gegen Verunreinigung von Ladungsrückständen im allgemeinen Schiffsbetrieb. Durch die Optimierung der Ladetanks werden weiterhin auch Ballastwassertanks als Begrenzungen eingebaut. Die Ballastwassertanks dienen hierbei dann als Abschirmung zur Außenhaut des Tankschiffes, um die Öltanks im Kollisionsfall vor Beschädigungen zu schützen.

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Dienststelle Schiffssicherheit ist zuständig

Für die Umsetzung des MARPOL-Übereinkommens auf Schiffen unter deutscher Flagge ist die Dienststelle Schiffssicherheit der BG Verkehr zuständig.

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