Private Agentur für die Deutsche Flagge

In einem aktuellen Markterkundungs-Verfahren können Unternehmen ihr Interesse an einer Dienstleistungs-Konzession für die Deutsche Flagge bekunden. Die zukünftige Aufgabe einer solchen privaten Agentur wäre es vor allem, mehr Kunden von der Deutschen Flagge zu überzeugen und sich um ihre und die Belange von Bestandskunden zu kümmern.

Die Deutsche Flagge wird immer attraktiver – durch mehr Service und weniger Bürokratie. Dennoch fährt nur ein kleiner Teil der deutschen Handelsflotte unter Deutscher Flagge. Damit sich dies ändert, möchte das Bundesministerium für Verkehr bei entsprechender Resonanz auf das veröffentlichte Interessenbekundungsverfahren eine Dienstleistungs-Konzession an einen sog. Intermediär vergeben, der zukünftig unter anderem Seeschiffe für die deutsche Flagge akquirieren, zu Ein- und Rückflaggung beraten, Bestandsreedereien betreuen und die Deutsche Flagge fördern wird.

Der Intermediär wird als private Agentur Bestands- und Neu-Kunden der Deutschen Flagge serviceorientiert und marktnah betreuen und als verlässlicher Ansprechpartner in allen Fragen der Deutschen Flagge agieren. Er wird die Verwaltungsaufwände der Kunden spürbar reduzieren und für eine effektive Kommunikation mit der deutschen Flaggenstaatverwaltung sorgen.

Die Haupt-Klientel des Intermediärs werden Eigentümer, Vertragsreeder, Schiffsmanager o. ä. mit Sitz in Deutschland sein. Perspektivisch werden jedoch auch Kunden mit Seeschiffen in ausländischen Schiffsregistern, die berechtigt sind, die Deutsche Flagge zu führen, angesprochen werden.

Mit der aktuell laufenden Markterkundung durch das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) wird untersucht, ob ein Marktinteresse für einen Intermediär für die Deutsche Flagge besteht. Bei genügendem Marktinteresse ist geplant, eine Dienstleistungs-Konzession für sieben Jahre im Wege eines Konzessionsvergabeverfahrens auszuschreiben.

Weitergehende Informationen sind auf der Website E-Vergabe online zu finden. Ein detaillierter Produktsteckbrief kann unter der Mailadresse vergabestelle@bsh.de angefordert werden.

Das Markterkundungsverfahren läuft noch bis zum 31. August.

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