Menschen der deutschen Flagge

Michael Hinz

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Zur Person

Organisation:

ATR – Landhandel GmbH & Co. KG

Funktion/Position:

  • Leiter der Schifffahrtsabteilung in ATR-Landhandel GmbH & Co. KG
  • Management ATR – Schifffahrt GmbH & Co. KG sowie
  • Reederei Thordsen MS "Ilka" GmbH & Co. KG

Ausbildung und beruflicher Werdegang:

  • Mittlere Reife, Herrendeichschule Nordstrand
  • Ausbildung Maschinenschlosser, Husumer Schiffswerft
  • Ausbildung Schiffsmechaniker, Reederei Theodor Hinz (fam. Betrieb)
  • Fahrtzeit als Schiffsmechaniker/Nautischer Offiziersassistent, Hamburg Südamerikanische Dampfschifffahrtsgesellschaft
  • Nautik-Studium, Seefahrtschule Grünendeich
  • Fahrtzeit als Nautischer Wachoffizier, Reederei Theodor Hinz
  • ab 1993 Fahrtzeit als Kapitän, Reederei Theodor Hinz, danach Reederei Thordsen
  • seit 1997 Reedereiinspektor bei ATR-Landhandel, Husum

Hobbies

Tauchen/Tanzen

6 Fragen zur Schifffahrt und zur deutschen Flagge

Da ich auf dem väterlichen Schiff aufgewachsen bin und seit je her an der Küste wohne, ist die See oder auch die Schifffahrt meine vertraute und gewohnte Umgebung und ich übe diesen Beruf in unserer Familie in der dritten Generation aus.

Siehe Punkt 1.

Ich bin quasi hineingeboren :)

Nach Möglichkeit das erste Praxissemester vor dem Schulsemester auf einem Kümo und das zweite Praxissemester auf einem großen Schiff in der Weltweiten Fahrt absolvieren, um eine möglichst hautnahe Erfahrung mit der Vielfältigkeit der Schifffahrt zu erleben.

Als Manager von vier Schiffen in der internationalen Fahrt unter deutscher Flagge habe ich einen fast täglichen Umgang mit den relevanten Institutionen der deutschen Flagge. Des Weiteren bilden wir derzeit vier Schifffahrtskaufleute aus und vergeben bis zu 8 NOA-Praxissemester pro Jahr auf unseren Schiffen.

In erster Linie ermöglicht uns die vielfältige Förderung der Schifffahrt unter deutscher Flagge, mit "Billigflaggen" zu konkurrieren und gleichzeitig auszubilden, um den Nachwuchs langfristig zu sichern. Auch sind sich fast alle politischen Parteien über die Wichtigkeit einer autarken Seelogistik einig und sehen Deutschland als Schifffahrtsstandort an. Zusammenfügend gesehen gibt dies der maritimen Branche die nötige Stabilität für langfristige Planungen. Des Weiteren verfügen die Behörden der deutschen Flagge über genügend kompetente Ansprechpartner, um eventuelle Probleme schnell gemeinsam zu lösen.

Wir sehen nach wie vor ein ungebremstes Interesse vieler junger Menschen an der Schifffahrt an Bord sowie an Land. Diese stehen zu ihrem gewählten Beruf mit viel Herzblut und werden auch in Zukunft auf allen Ozeanen die deutsche Flagge zeigen.

Nur eine Sache würde mir fast mehr gefallen: Ein gemeinsames europäisches Schiffsregister, unter dem alle europäischen Schiffe unter gleichen Bedingungen fahren würden und sich alle in erster Linie als Europäer verstehen. Trotz eines riesigen ungenutzten Potentials in dieser Sache werde ich ein europäisches Schiffsregister wohl nicht mehr im Zeitraum meiner beruflichen Tätigkeit erleben.

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