Deutsche Flagge auf der Maritimen Konferenz
Die Nationale Maritime Konferenz (NMK) ist das Spitzentreffen der maritimen Branche in Deutschland. 800 Teilnehmende aus Schifffahrt, Schiffbau, Marine, Häfen und Offshore-Industrie kommen alle zwei Jahre zusammen, um über die wichtigsten maritimen Themen zu sprechen.
Auf der diesjährigen 14. NMK am 29. und 30. April in Emden thematisierten viele Rednerinnen und Redner die Deutsche Flagge in der Seeschifffahrt. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (Foto) machte in seiner Rede deutlich, dass die Stärkung der Deutschen Flagge gerade in Krisenzeiten wichtig sei. Ziel sei daher, mehr Schiffe unter die Deutsche Flagge zu bringen. Dafür müsse die Deutsche Flagge attraktiver für Reedereien werden. Erste Schritte dazu seien auf dem Weg gebracht worden, weitere wie die Reform der deutschen Flaggenstaatverwaltung würden folgen.
Im Branchenforum Schifffahrt kündigte Christian Hirte, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, eine Vereinbarung mit den Reedern über die Erhöhung der Zahl deutschflaggiger Handelsschiffe an. Wann diese Vereinbarung kommen wird, blieb aber offen.
Dr. Wibke Mellwig, Abteilungsleiterin Wasserstraßen und Schifffahrt im Bundesverkehrsministerium, machte im Panel "Die Zukunft der europäischen maritimen Industrie und Wirtschaft" deutlich, dass die Deutsche Flagge ein wichtiger Faktor für mehr Resilienz – also Widerstandsfähigkeit – Deutschlands sei. Gerade in geopolitischen schwierigen Zeiten sei eine starke Handelsflotte unter eigener Flagge von entscheidender Bedeutung.
Vor Beginn der NMK hatte der Verband Deutscher Reeder zur 2. Ausbildungskonferenz in Leer und zur "Blue Night on tour" in Emden geladen. Auch dort spielte die Deutsche Flagge eine wichtige Rolle, denn ein Großteil der seemännischen Ausbildung findet auf Schiffen unter Deutscher Flagge statt.

