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BSH-Präsidentin begrüßt Engagement der IMO für Frauen in der maritimen Wirtschaft

Die Präsidentin des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie, Dr. Karin Kammann-Klippstein, sowie die ehemalige BSH-Präsidentin und IMO-Goodwill-Botschafterin Monika Breuch-Moritz begrüßen ausdrücklich den Einsatz der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO) für die Förderung von Frauen in der maritimen Wirtschaft. „Das IMO – Motto 'Empowering Women in the Maritime Community' hebt die Bedeutung der Frauen für die immer wichtiger werdende maritime Industrie hervor“, betonen beide anlässlich des Weltschifffahrtstages 2019.

Auch wenn der Anteil von Frauen langsam steigt, ist die maritime Branche nach wie vor ein männerdominierter Wirtschaftszweig. Dr. Kammann-Klippstein appelliert daher an die Unternehmen, verstärkt Frauen für die Übernahme von Führungspositionen aufzubauen. Bereits 2016 habe der Petersen Report der USA darauf hingewiesen, dass ein höherer Frauenanteil sowohl die Innovationsfähigkeit als auch die Unternehmenskultur, ebenso wie die wirtschaftliche Entwicklung eines Unternehmens positiv beeinflusse. Gerade die stark international ausgerichtete und für die Weltwirtschaft unverzichtbare maritime Branche könne auf einen solchen Mehrwert nicht verzichten. Sie weist darüber hinaus darauf hin, dass mit der Entwicklung der Bedeutung der maritimen Themen – ein derzeit besonders exponiertes Beispiel sei die Offshore-Windindustrie – der Bedarf an Fachkräften zunehmend steige. Auch deswegen seien Frauen eine wichtige Zielgruppe.

Sie appelliert auch an Frauen, sich der maritimen Branche zuzuwenden. „Ich freue mich, dass die deutschen Seefahrtsschulen heute so viele Frauen ausbilden wie nie zuvor“, betont sie, „aber der Anteil könnte noch größer werden.“ Mit ihrer Fähigkeit zu interkulturellem und vernetzten Denken seien sie für die Anforderungen der maritimen Industrie bestens geeignet. Eine enge Zusammenarbeit zwischen Frauen und Männern mit ihren unterschiedlichen Stärken sei eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg der Zukunftsbranche „Maritime Wirtschaft“.

Kammann-Klippstein

Die Botschafterin der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation, die ehemalige Präsidentin des BSH, Monika Breuch-Moritz, weist auf das IMO-Programm „Women in Maritime Gender Equality and Capacity Building“ hin. „Mit diesem Programm ermutigt die IMO ihre Mitgliedstaaten, Frauen an den nationalen maritimen Instituten auszubilden und ihnen damit den Einstieg in die maritime Branche zu ermöglichen und zu erleichtern“, so Breuch-Moritz. Damit unterstütze die IMO auch das Ziel 5 der globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen, die Geschlechtergerechtigkeit und Selbstbestimmung für alle Frauen und Mädchen zu erreichen. Breuch-Moritz ist überzeugt, dass die großen Herausforderungen der Zukunft wie Klimawandel und Bevölkerungswachstum sowie der Schutz der Ozeane und der Küsten nicht zuletzt zur Sicherung von Nahrung und Gesundheit sich nur bewältigen lassen, wenn Frauen gleichberechtigt in Entscheidungen einbezogen werden und mitgestalten. Auch diese besondere Verantwortung der maritimen Wirtschaft hat die IMO mit ihrem diesjährigen Motto im Blick.

Die Internationale Seeschifffahrts-Organisation rief 1978 den Weltschifffahrtstag ins Leben. Heute ist er ein anerkannter Tag der Vereinten Nationen, der jedes Jahr am letzten Donnerstag im September begangen wird. Er soll die Bevölkerung auf die Seeschifffahrt als Leistungsträger im Rahmen der Weltwirtschaft aufmerksam machen. Der Seeverkehr transportiert rund 90 Prozent aller Güter.