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Willkommen bei der deutschen Flagge!

Als maritime Verwaltung sind wir für unsere Kunden da. Hier finden Sie alles Wichtige
für Seeleute und Reeder über die Seeschifffahrt unter deutscher Flagge.

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DEUTSCHE FLAGGE

Änderungen bei der Schiffsbesetzung

Ausguck auf der BrückeAb dem 1. Juli gelten neue Vorgaben bei der Besetzung von Schiffen unter deutscher Flagge: Auf größeren Schiffen muss nur noch der Kapitän und ein Offizier EU-Staatsbürger sein. Außerdem entfällt die gesetzliche Vorgabe des Schiffsmechanikers.

Die Änderung ist Teil eines Maßnahmenpaketes, mit dem die Bundesregierung die Attraktivität der deutschen Flagge erhöhen will. Nachdem vor kurzem die Erhöhung des Lohnsteuereinbehaltes von 40 auf 100% in Kraft getreten ist, folgt am 1. Juli die Änderung der Schiffsbesetzungsverordnung. Neu ist die Reduzierung der Zahl der vorgeschriebenen EU-Offiziere: Waren bisher bei großen Schiffe bis zu 4 EU-Offiziere verpflichtend, müssen die deutschen Reeder auf ihren Schiffen über 8.000 BRZ nur noch einen EU-Offizier fahren. Unverändert geblieben ist dagegen die Vorgabe eines EU-Kapitäns auf allen Schiffen unter deutscher Flagge.

Ab 1. Juli fällt zudem die Verpflichtung weg, einen Schiffsmechaniker an Bord zu haben. Der Verband Deutscher Reeder hat sich für seine Mitgliedsunternehmen verpflichtet, die bestehenden ungekündigten, unbefristeten Arbeitsverhältnisse von Schiffsmechanikern nicht in Frage zu stellen und weiterhin Ausbildungsplätze für Schiffsmechaniker zur Verfügung zu stellen.

Die Änderungen erfolgen durch die Erste Verordnung zur Änderung der Schiffsbesetzungsverordnung, die am 17. Juni im Bundesgesetzblatt veröffentlicht wurde. Nach vier Jahren soll evaluiert werden, welche Auswirkungen die Neuerung unter anderem auf das maritime know how in Deutschland hat.

Reedereien können ab sofort bei der BG Verkehr die Anpassung ihrer Schiffsbesatzungszeugnisse an die geänderte Verordnungslage beantragen. Dazu reicht eine e-mail an mit dem Schiffsnamen/IMO-Nr. sowie die Angabe, ob nur die EU-Komponente oder auch die Schiffsmechaniker-Vorgabe im Zeugnis geändert werden soll. Die geänderten Zeugnisse sind ab dem 1. Juli 2016 gültig. Die Änderung kostet 60 EUR pro Zeugnis.

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Ladung

Bestimmung der Bruttomasse von Frachtcontainern ab dem 1. Juli 2016

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LADUNG
Bild Container_Hafen_Hamburg
Bestimmung der Bruttomasse von Frachtcontainern
Die Internationale Seeschifffahrtsorganisation IMO hat neue Regelungen zum Wiegen von Containern in in Kap. VI Regel 2 des SOLAS-Übereinkommens aufgenommen.
 Aufgrund der Änderung muss für Frachtcontainer, die auf SOLAS-Schiffe, verladen werden, die verifizierte Bruttomasse dokumentiert sein. Anderenfalls darf der Frachtcontainer nicht verladen werden.  Die SOLAS-Änderung tritt zum 1. Juli 2016 in Kraft.
 In den FAQ wurden nun die am häufigsten gestellten Fragen eingestellt und beantwortet.
Im Nachgang zur Infoveranstaltung des BMVI am 11.04.2016 stehen nun die Präsentationen zur Verfügung.
Die BG Verkehr hat ein Musterverfahren zur Berechnung der Bruttomasse nach Methode 2 zugelassen.
Die IMO empfiehlt ihren Mitgliedern, die Einführung der neuen Regelung mit Augenmaß durchzuführen. Für Container, die vor dem 1. Juli 2016 ohne Angabe der bestätigten Bruttomasse verladen wurden, wird von einem Verladeverbot bei Umladung auf ein anderes Schiff abgesehen. Das Inkrafttreten wird nicht verschoben, es bleibt bei dem Stichtag 1. Juli 2016. Deutschland wird dieser Empfehlung folgen.
Den aktuellen Stand zu dem Thema finden Sie in unserer Rubrik „Sicherheit auf See“.
 
DEUTSCHE FLAGGE
Bild deutsche Flagge
Ab sofort 100% Lohnsteuereinbehalt

Die geplante Erhöhung des Lohnsteuereinbehaltes von 40% auf 100% für die deutsche Flagge ist Realität geworden: Ab sofort brauchen Reeder für ihre Seeleute, die auf Handelsschiffen unter deutscher Flaggen fahren, keine Lohnsteuer mehr an das Finanzamt abführen.

Grundlage für die Änderung ist das "Gesetz zur Änderung des Einkommenssteuergesetzes zur Erhöhung des Lohnsteuereinbehaltes in der Seeschifffahrt". Durch das Gesetz ist auch die bisherige 183-Tage-Regelung entfallen. Besatzungsmitglieder müssen nicht mehr in einem 183 Tage dauernden Heuerverhältnis stehen, damit ihr Reeder den Steuervorteil nutzen darf.

Die Europäische Kommission hat am 3. Mai ihre Zustimmung zu dieser Beihilfe erklärt. Mit der Veröffentlichung dieses Beschlusses im Bundesgesetzblatt ist die Neuregelung offiziell in Kraft getreten.

Mit dem Gesetz lösen die Bundesregierung und die Länder ihr Versprechen ein, die deutsche Flagge wettbewerbsfähiger zu machen. Die Reeder ziehen bei ihren Seeleuten wie bisher die volle Lohnsteuer von der Heuer ab, dürfen dann aber diese Lohnsteuer für sich einbehalten. Damit werden die deutschen Reeder gegenüber vielen Schifffahrtsunternehmen im Ausland gleichgestellt, die keine Lohnsteuer für ihre Seeleute zahlen müssen.

Die Reeder dürfen den vollen Lohnsteuereinbehalt erstmals für den Lohnzahlungszeitraum Juni 2016 anwenden.

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